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Literaturlinguistik – philologische Brückenschläge

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Jochen A. Bär, Jana-Katharina Mende and Pamela Steen

Der Sammelband verbindet die seit Jahrzehnten konzeptionell und teilweise auch institutionell getrennten Bereiche des Fachs Germanistik: Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft. In 17 Beiträgen werden unterschiedliche thematische Bereiche, Fragestellungen und methodische Ansätze beleuchtet. Textlinguistik, Gesprächsanalyse, Dialektologie, Diskurssemantik und Bildlinguistik werden mit literarischer Hermeneutik, Erzähltheorie, Motivanalyse und Vergleichender Literaturwissenschaft in Beziehung gesetzt. Daraus ergibt sich das Plädoyer für eine neue Philologie, in der die Erkenntnisse beider Teildisziplinen des Fachs Germanistik wechselseitig zur Kenntnis genommen und füreinander fruchtbar gemacht werden.

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Linguistik und Literaturwissenschaft im Dialog: Probleme und Perspektiven

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Bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Vechtaer Tagung „Literaturlinguis- tik – philologische Brückenschläge“ (25.–27. Oktober 2013), an die der vorliegen- de Band anschließt, waren Ulrich Breuer, Ulla Fix und Andreas Gardt gebeten, ihre Sichtweise auf mögliche Verbindungen von Sprachwissenschaft und Litera- turwissenschaft thesenartig zu formulieren. Die Statements erscheinen hier in der Reihenfolge, in der sie vorgetragen wurden; sie beziehen sich aufeinander. Ulla Fix Braucht die Germanistik eine germanistische Wende?1 Die Herausgeber von „Literaturwissenschaft und Linguistik“ haben im Call for Papers, das dem Heft „Turn, Turn, Turn? Oder: braucht die Germanistik eine ger- manistische Wende?“ vorausging2, die ungeklärte Stellung der beiden titelgeben- den (Teil-)Disziplinen zueinander in der gegenwärtigen Wissenschaftslandschaft zum Thema gemacht. Für meine Anmerkungen dazu konzentriere ich mich auf zwei der von ihnen formulierten Fragen: 1. Bedarf es einer traditionalistisch verstandenen germanistischen Wende der Sprachwissenschaft? 2. Geht es um neue Formen einer kollektiven sprach- und literaturwissen- schaftlichen Intelligenz? Meine Antworten darauf werden einfach ausfallen – möglicherweise in den Augen mancher zu einfach, ja naiv – sie betreffen aber nach meinem Verständnis etwas Wesentliches, das mehr oder weniger aus dem Blickfeld geraten ist. Die Antworten lauten: 1 Nachdruck eines in Literatur und Linguistik, Jg. 43, Heft 172, erschienenen Beitrags. 2 Vgl. Anm. 1. Ulla Fix20 Ja: Es bedarf einer „germanistischen Wende“, jedoch nicht aus Gründen der Traditionsbewahrung, sondern aus stets aktuellen Sachgründen (die sicher auch schon in der traditionellen Auffassung der Motor für die Zusammenar- beit w aren). Nein:...

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