Show Less

Zur individuell-subjektiven Prägung der Bedeutung am Beispiel ausgewählter Ess- und Trinkwaren

Series:

Jolanta Mazurkiewicz-Sokolowska

Die Autorin greift die These des Hauptvertreters der Kognitiven Grammatik, Ronald Langackers über «die Bedeutung als Konzeptualisierung» auf. Die empirische Studie zeigt die Vielfalt und Verschiedenheit der Konzeptualisierungs- und Bedeutungsinhalte, die die ProbandInnen mit alltäglichen Ausdrücken verbinden und bietet einen Einblick in «die mentalen Welten» einzelner Menschen. Die introspektiv-intersubjektive Methode erlaubt es, die Domänen auszusondern, die im Laufe der Konzeptualisierungs- und Bedeutungsbildungsprozesse eröffneten mentalen Räume nachzuvollziehen sowie die repräsentationale und prozessuale Seite der Bedeutung mit zu beleuchten.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

2. Zum Wesen der menschlichen Sprachfähigkeit und Sprache alsmentaler Größen

Extract

35 2. Zum Wesen der menschlichen Sprachfähigkeit und Sprache als mentaler Größen 2.1 Bezug auf die Bedingung der mentalen Realität Als Hauptbedingung für die Auffassung der Sprachfähigkeit und Sprache als men- taler Größen soll die Erfüllung der Bedingung der mentalen33 Realität gelten� In diesem Sinne ist die Sprachfähigkeit, als Fähigkeit zum sprachlichen Verhalten und Handeln zu verstehen, die auf die neuronale Leistung des Gehirns zurückzu- führen ist� Es wird vorgeschlagen, sie als ein dreistufiges Phänomen mit folgenden Bestandteilen aufzufassen: „i� Sprachkompetenz der jeweiligen Sprache(n), ii� kommunikative Kompetenz bezo- gen auf die jeweilige(n) Sprache(n), iii� Hirnstrukturen und mentale Prozesse, die in Spracherwerb/-lernen und -verarbeitung engagiert sind“ (Mazurkiewicz-Sokołowska 2012: 147)� Alle drei Komponenten sind als dynamische Größen anzusehen, die ständigen Veränderungen unterliegen: Neben den dynamischen Wandlungen unterliegen- den Kenntnissen der jeweiligen Sprache im Lebensverlauf eines jeden Menschen wirkt sich seine allgemeine und momentane Verfassung auf die aktuell vorbrach- ten Leistungen sprachlicher (und anderer) Art aus� Diese hängt sowohl von in- ternen als auch externen Faktoren, von den Auswirkungen der interagierenden Elemente des Gesamtkontextes ab� Es zeigt sich deutlich, dass die Emotionalität und Homöostase neben dem allgemeinen, auch das sprachliche Funktionieren des Menschen leiten, und zwar in allen Ausprägungen bzw� Etappen: im Sprach(en)- erwerb und Sprach(en)lernen sowie in der Sprachverarbeitung während des fort- laufenden Spracherwerbs als auch nach dem abgeschlossenen Spracherwerb� Die Emotionen sind...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.