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Wettinische Klöster im 12. und 13. Jahrhundert

Die Gründungen Dietrichs des Bedrängten († 1221) und Heinrichs des Erlauchten († 1288)

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Bianca Else

Das Buch entschlüsselt ein für das Geschlecht der Wettiner sonst untypisches Handeln: Während der Zeit der deutschen Ostsiedlung begründen Dietrich der Bedrängte und sein Sohn Heinrich der Erlauchte zahlreiche Klöster in ihren Herrschaftsbereichen neben einer vorhandenen Grablege ihrer Stammlinie. Die Autorin analysiert sowohl die Persönlichkeiten der zwei Landesherren als auch das Entstehen der acht auf sie zurückgehenden Monasterien. Dabei geht sie detailliert und mit teils gewagter Methode vor. Zudem wird die Synthese von Theologie und Landesgeschichte genutzt. Die Studie hält auch so manche neue und überraschende Erkenntnis zu bekannt scheinendem Gut bereit.

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I. Einleitung

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I.1. Forschungslage und Aufgabenstellung Das erst seit dem 19. Jahrhundert im Interesse der Forschung stehende, in der deutschen Geschichtswissenschaft auch durch den jeweils herrschenden Zeit- geist kontrovers verstandene Phänomen der deutschen Ostsiedlung meint den Prozess von Besiedlung und Akkulturation in Gebieten östlich der Gren- ze des Reiches sowie in einigen seiner östlichen Randgebiete.1 Das Reich ist hierbei das im Verlauf des Mittelalters verschieden bezeichnete Herrschafts- gebiet der deutschen Könige und Kaiser, das seit dem 10./11. Jahrhundert Teile Mitteleuropas, Italiens und Burgunds umfasste.2 Der Zug Deutscher aus den stärker bewohnten westlichen Altsiedelgebieten Mitteleuropas gen Osten in dünn von anderen Völkern besiedelte Territorien vollzog sich in mehreren Wellen, von denen die erste im Mittelalter ablief.3 Er war kein iso- lierter Vorgang, sondern eingebettet in einen umfassenden, alle europäischen Länder betreffenden Ausbau- und Veränderungsprozess.4 Über die zeitliche Ausdehnung dieses mittelalterlichen Transformationsprozesses besteht in der Literatur kein vollständiger Konsens. Als sicher kann jedoch gelten, dass er eine Vorbereitungs- und eine Hauptzeit hatte. Letztere wird unterschiedlich datiert. So setzt W. Kuhn für sie ca. 1050 bis 13005, C. Higounet dagegen die Zeit von der Wende des 11. zum 12. Jahrhundert bis ins 14. Jahrhundert6. 1 S.  IRGANG, Ostsiedlung, Sp.  1545 f.; WIPPERMANN, Die Ostsiedlung, 41–69; HACKMANN/LÜBKE, Die mittelalterliche Ostsiedlung, 179–217. 2 Vgl. COLBERG, Reich, 686; s. auch MÜLLER-MERTENS, Regnum Teutonico- rum/Teutonicum, Sp. 602. Bezeichnungen für diesen Herrschaftsbereich waren im Mittelalter: Imperium Romanum (11.–Mitte 12. Jhd.), Imperium Romanum und Sacrum...

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