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Acta Germanica

German Studies in Africa

Series:

Edited By Carlotta von Maltzan

Der erste Teil «Afrika schreiben», zugleich Schwerpunktsetzung des Jahrbuchs, versammelt Beiträge über Afrikaverarbeitungen in der deutschen Literatur und im kulturellen Gedächtnis, die bezeugen, dass der afrikanische Kontinent nicht erst seit seiner Kolonisierung zu Imaginationen im europäischen Raum geführt, sondern auch heute noch Relevanz hat. Der zweite Teil «Sprache und Übersetzung» setzt sich mit Zusammenhängen von Sprache und Übersetzung sowie Fragen der Zugehörigkeit und Identität auseinander. Der dritte Teil enthält eine Reihe von allgemeinen Beiträgen zu literarischen Verarbeitungen des Ersten Weltkriegs, zu Aspekten kultureller und jüdischer Identität, aber auch zu Identitätskonstruktionen in neuerer deutscher Literatur und Gegenwartsliteratur, genauso wie zu Lesekonventionen und Gattungsfragen. Der dritte Teil schließt mit einem Beitrag zu Felicitas Hoppe ab. Zudem wird in einem Interview mit der Georg-Büchner-Preisträgerin von 2012, das im Anschluss zu lesen ist, ihr Südafrikabesuch im September 2014 gewürdigt.


The first part, entitled «Writing Africa», is devoted to the focus of this journal. It comprises contributions which analyse the writing of Africa in German literary texts and in cultural memory thereby demonstrating that the African continent has not only been subject to the European imagination since it was colonised, but still holds relevance there today. In the second part of this volume, namely «Language and Translation», contributions investigate the connection between language and translation and between belonging and identity. The third part contains a number of general articles, ranging from analyses of literary texts which were written about the First World War to aspects of cultural and Jewish identity as manifested in literary texts, from (de)constructions of identity in 20th century and contemporary German literature to examining conventions of reading and questions of genre. The third part concludes with an article on Felicitas Hoppe, winner of the Georg-Büchner-prize in 2012, followed by an interview with the author who visited South Africa in September 2014.

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259 Lebensgeschichte und Beschreibung der Reisen durch Asien, Afrika und Amerika des Zacharias Taurinius, eines gebornen Aegyptiers. Nebst einer Verteidigung gegen die wider ihn in verschiedenen gelehrten Zeitungen gemachten Ausfälle, vorzüglich in Rücksicht der unter dem Nahmen Damberger von ihm herausgegebenen Landreise durch Afrika. Mit einem Nachwort herausgegeben von Reinhard Schreiber. Hannover: Wehrhahn Verlag 2014, 316 S. € 24,80. Die Edition der Lebensgeschichte und Beschreibung der Reisen durch Asien, Afrika und Amerika des Zacharias Taurinius, eines gebornen Aegyptiers durch Reinhard Schreiber preist das Werk bereits im Klappentext als „literarische Rarität“ an, die nun „wieder les- bar gemacht“ worden sei. Das trifft zweifellos zu, denn der Reisebericht präsentiert sich als typischer Vertreter dieses Genres, das gegen Ende des 18. Jahrhunderts seinen Höhepunkt erreicht. Geographische und ethnographische Darstellungen werden in einen narrativen Ablauf integriert und durch weltanschauliche Reflexionen ergänzt; dabei wird immer der Unterhaltungsfunktion Rechnung getragen und gezielt Spannung erzeugt, nicht zuletzt durch sensationelle Kapitelüberschriften wie „Rebellion auf dem Schiffe“ (69), „Röschers schrecklicher Tod“ (185) oder „Schändlichkeit der Sitten“ (210), die bewusste Anleihen bei der zeitgenössischen Romanliteratur darstellen. Dabei durchläuft die reisende Erzählerfigur Zacharias Taurinius, die dem Beginn der Reisen die eigene (nicht minder romanhafte) Lebensgeschichte voranstellt, eine gewisse Entwicklung im Sinne eines – allerdings weitgehend gescheiterten – Bildungsweges. Werden zunächst die nicht selten ausgenutzte Naivität des Reisenden (vgl. z. B. 88f.) und der Schutz, den verschiedene fremde Menschen diesem angedeihen lassen, in den Vordergrund gestellt (vgl. z.B. 74-80)...

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