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Einfluss des Nationalsozialismus auf die Presse der deutschen Volksgruppen in Rumänien, Ungarn und Jugoslawien

Zeitungsstrukturen und politische Schwerpunktsetzungen

Johann Böhm

Der Autor stellt den Einfluss des Nationalsozialismus auf die Presse der deutschen Volksgruppen in Rumänien, Ungarn und dem ehemaligen Jugoslawien in der Zwischenkriegs- und Kriegszeit dar. Er nennt repräsentative Journalisten der erwähnten deutschen Volksgruppen, die es mit ihren Berichten und Kommentaren meisterhaft verstanden, den Kampf um die Macht, die Machtergreifung sowie Ausbau und Sicherung der Macht der NS-Erneuerungsbewegung salonfähig zu machen. Der Autor legt die historischen Sachverhalte und Ereignisse, die bestimmenden Personen und die wichtigsten Einrichtungen im Pressewesen während der Hitler-Diktatur nach Möglichkeit zeitungskundlich fest. Es wäre tief bedauerlich und unverantwortlich, wenn die Sorgen dieser deutschen Volksgruppen nach 1945 die Erfahrungen mit der gleichgeschalteten Presse allzu schnell vergessen ließen.

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V. Zeitungsstrukturen und politische Schwerpunktsetzungen Die Monatsschriften „Sachsenspiegel“ und „Volk im Osten“ und die „Südostdeutsche Tageszeitung“ der Deutschen Volksgruppe in Rumänien

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297 V. Zeitungsstrukturen und politische Schwerpunktsetzungen Die Monatsschriften „Sachsenspiegel“ und „Volk im Osten“ und die „Südostdeutsche Tageszeitung“ der Deutschen Volksgruppe in Rumänien von Klaus Popa 1. Sachsenspiegel Viktor H. Möckesch, der Herausgeber und verantwortliche Schriftleiter die- ser Wochenschrift schreibt im „Geleitwort“ des 2.Jg., Folge 1, 1938, S. 1–2: „Mit der eigenen Vergangenheit verbindet diese neuen Blätter allein der Name und dann der Wille zur Ehrlichkeit, sowie der Mut, mit rücksichtslo- ser Offenheit die Wahrheit zu sagen und jede scheinechte oder scheinheilige Maskerade schonungslos zu enthüllen. Sonst aber wird der „Sachsenspie- gel“ in erweiterter und gewandelter Gestalt die Fragen der Kultur, Literatur und Kritik im weitesten Sinne des Wortes behandeln, immer im Hinblick auf die Lebensnotwendigkeiten des ganzen deutschen Volkes dieses Landes, aber immer auch mit der Bereitschaft in lebendigem Austausch die be- rechtigten Kulturbelange der anderen Völker zu achten. […]“ Den Namen bezieht die Publikation von dem „Sachsenspiegel“ genannten Rechtsbuch des Eike von Repkow, dessen Grundgedanken sein sollen: „der große Gedanke der deutschen Freiheit!“, „der große Gedanke der deutschen Ehre!“, „der große Gedanke des deutschen Glaubens!“ Der zweite, mit D. gezeichnete, programmatische Beitrag „Grundsätze zur Frage einer nationalen Kulturpolitik“ (S. 3–6), gibt bereits im ersten Satz unmissverständlich die politische Orientierung dessen bekannt, was dieses Blatt als „Kulturpolitik“ verkaufen will: „Der deutsche Sozialismus ist nicht eine politische Lehre im üblichen Sin- ne, sondern eine aus neuer Lebenshaltung gewachsene Weltanschauung und eine von neuer Weltanschauung durchdrungene Lebenshaltung.“ Das Haupt-...

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