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Die Besteuerung von Auslandsmitarbeitern in der Entwicklungszusammenarbeit

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Sarah Anna Dreher

Auslandsmitarbeitern in der Entwicklungszusammenarbeit (Entwicklungshelfer, entsandte Fachkräfte etc.) stellen sich verschiedene steuerliche Probleme, die darin begründet liegen, dass ihre Tätigkeit einen Auslandsbezug aufweist und ihre Vergütungen regelmäßig staatlich finanziert werden. Die Autorin geht auf die innerstaatlichen Kassenstaatsregelungen ein und analysiert, unter welchen Voraussetzungen die im Ausland tätigen Mitarbeiter überhaupt in Deutschland steuerpflichtig sind und welche Möglichkeiten zur Vermeidung einer etwaigen Doppelbesteuerung der Einkünfte bestehen. Weiterhin untersucht sie die relevanten Sonderregelungen der Doppelbesteuerungsabkommen und erörtert das Verhältnis zu den Steuerklauseln der Rahmenabkommen über Technische Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern.

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Kapitel 2: Persönliche Einkommensteuerpflicht

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27 Kapitel 2: Persönliche Einkommensteuerpflicht Entscheidend ist zunächst, ob die im Ausland tätigen Mitarbeiter überhaupt im Inland persönlich einkommensteuerpflichtig sind. Erforderlich ist dafür nach der Systematik des EStG ein Anknüpfungspunkt zum Inland, der je nach Art der Steuerpflicht divergiert.120 In Betracht kommen vor allem eine unbeschränkte, eine erweiterte unbeschränkte oder eine beschränkte Steuerpflicht des im Aus- land tätigen Mitarbeiters.121 Während die unbeschränkte Steuerpflicht gem. § 1 Abs. 1 S. 1 EStG einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Inland als Anknüpfungspunkt voraussetzt, stellt die erweiterte unbeschränkte Steuerpflicht gem. § 1 Abs. 2 EStG auf ein Dienstverhältnis zu einer inländische juristischen Person des öffentlichen Rechts sowie den Bezug von Arbeitslohn aus einer in- ländischen öffentlichen Kasse ab. Die beschränkte Steuerpflicht gem. § 1 Abs. 4  EStG knüpft an Einkünfte einer Person aus inländischen Quellen (inländische Einkünfte) an. A. Unbeschränkte Steuerpflicht Nach § 1 Abs. 1 S. 1 EStG sind natürliche Personen mit Wohnsitz i.S.d. § 8 AO oder gewöhnlichem Aufenthalt i.S.d. §  9 AO im Inland unbeschränkt steuer- pflichtig. Das damit normierte Welteinkommens- oder Universalprinzip legt fest, dass der Steuerpflichtige mit sämtlichen (inländischen und ausländischen) Einkünften i.S.d. § 2 EStG der deutschen Einkommensteuer unterfällt.122 Auf an- dere Merkmale – wie beispielsweise die Staatsangehörigkeit – kommt es hinge- gen nicht an.123 Einen Wohnsitz hat eine natürliche Person nach der Legaldefinition des § 8 AO dort,...

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