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Erster Weltkrieg: Kindheit, Jugend und Literatur

Deutschland, Österreich, Osteuropa, England, Belgien und Frankreich

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Hans-Heino Ewers

Die Beiträge dieses Bandes befassen sich mit Kriegsbilder-, Kinder- und Jugendbüchern der Jahre 1914 bis 1918 aus nahezu allen kriegsbeteiligten Ländern sowie mit später erschienenen und aktuellen Jugendromanen, die sich rückblickend mit dem Ersten Weltkrieg auseinandersetzen. Zur Sprache gelangen daneben auch Kriegstagebücher von Jugendlichen sowie kriegsbegeisternde Lektüreerlebnisse. Die Zusammenstellung von Beiträgen aus den verschiedenen Ländern lässt zahlreiche Gemeinsamkeiten hervortreten. Dabei zeigt sich nicht nur hinsichtlich der durch das Gedenkjahr 2014 beflügelten jugendliterarischen Beschäftigung mit dem Ersten Weltkrieg ein deutlicher Aufarbeitungsvorsprung in der französisch- und englischsprachigen Welt.

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II. Deutschland

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Hans-Heino Ewers (Frankfurt am Main) „...die Lehren dieser Zeit erlauschen.“ Anmerkungen zur deutschen Kinder- und Jugend literatur des Ersten Weltkriegs1 The article proposes the thesis that with the outbreak of World War I, a new era of Chil- dren’s and Young Adult Literature emerged; an abrupt change in the conceptions of child- hood and young adulthood can be held responsible for that. The previous attempts towards an autonomisation of these periods of life are withdrawn. Instead, children and young adults are involved in the allegedly joint fight for their nation’s fate. They are led out of their own worlds in order to become witnesses of asserted historical events and proce- dures. – Then, an overview on different genres of war publications for young readers is given: picture books on war, as well as children’s stories about the home front, narratives about schools during the war, secondary school novels, and books for girls. Studies on war adventure stories, as well as Children’s and Young Adult’s Magazines published during the war, are still pending. *** Die während des Ersten Weltkriegs erschienenen Bilder-, Kinder- und Jugend- bücher und -zeitschriften sind in der Literaturgeschichtsschreibung bislang eher am Rande beachtet und der Wilhelminischen Kinder- und Jugendliteratur als deren Schlussphase zugeordnet worden. So groß die Kontinuitäten auch gewe sen sein mögen, so haben sich doch Akzentverschiebungen ergeben, die es durchaus erlauben, von einer neuen und eigenständigen Etappe der Kinder- und Jugend- literaturgeschichte zu sprechen. Auffällig ist zunächst einmal die unmit telbar...

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