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Zweitspracherwerb neu positioniert

Eine Studie der deutschen Sprachkenntnisse von Handelsschülern mit Migrationshintergrund

Alexandra Rösner

Die Autorin analysiert Ergebnisse einer dreijährigen Feldstudie mit Handelsschülern mit den Migrationshintergründen Türkei und ehemaliges Jugoslawien. Im Fokus steht die Entwicklung der Sprachkenntnisse im Bereich Ausdruck und Formulierung. Die Autorin arbeitet heraus, welche Fehler diese Schüler/innen machen, ob sie im Alter von 14 Jahren noch behebbar sind und ob die Schüler/innen trotz teils sehr schlechter sprachlicher Voraussetzungen die Schule auf dem Sprachniveau ihrer österreichischen Kollegen/innen abschließen können.

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Zusammenfassung

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In einem von Einwanderung so geprägten Land wie Österreich ist es unumgäng- lich, sich Gedanken über die möglichen Folgen auf das Schulsystem zu machen. Als Deutschlehrerin an einer dreijährigen Handelsschule, an der im letzten Jahr- zehnt die Aufnahme von Schüler/innen migrantischen Hintergrunds um ein Viel- faches zugenommen hat, stellt sich mir die Problematik einer sprachlich völlig heterogenen Schülergruppe (deutsch, türkisch, serbisch, kroatisch und bosnisch) mit unterschiedlichen Sprachniveaus in der deutschen Sprache, wobei die Gruppe der nicht deutschsprachigen Schüler/innen bis zu zwei Drittel einer Klasse aus- macht. Für den Deutschunterricht ist deshalb wichtig zu wissen, welche Fehler mi- grantische Schüler/innen auf Handelsschulniveau im Bereich des Ausdrucks und der Formulierung machen und ob es ihnen überhaupt möglich ist, ihr deutsches Sprachniveau bis zur Abschlussprüfung drei Jahre später so zu verbessern, dass es mit dem ihrer deutschsprachigen Mitschüler/innen vergleichbar ist. Dazu wurde willkürlich eine Schülergruppe der ersten Handelsschule beste- hend aus sechs deutschsprachigen, fünf türkischen und fünf jugoslawischen (drei kroatischen, eine serbische und eine bosnische) Schüler/innen ausgewählt und drei Jahre lang im Unterricht begleitet. Eingangs wurde ein Fragebogen ausgeteilt, der Aufschluss über ihre sozialen und schulischen Hintergründe gab. Dabei wur- de festgestellt, dass die Untersuchungsgruppe homogen war, was den familiären Hintergrund und die schulische Vorbildung betrafen. Das erleichterte den Ver- gleich der Ergebnisse erheblich. Im Verlaufe der drei Jahre wurden die Schüler/in- nen schriftlichen Tests unterzogen, um ihre...

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