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Die Unteranknüpfung nach der EuErbVO im Mehrrechtsstaat Spanien

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Karl Felix Oppermann

Die EuErbVO hat das Internationale Privatrecht (IPR) fast aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) im Bereich des Erbrechts verdrängt. Anknüpfungspunkt ist der gewöhnliche Aufenthalt, abweichend hiervon ist eine Rechtswahl möglich. Der Autor untersucht die Möglichkeiten der Unteranknüpfung im Mehrrechtsstaat Spanien, in welchem mehrere Erbrechte (gemeinspanisches Recht und die sog. Foralrechte) gelten. Denn nach der EuErbVO ist zunächst das Interlokale Erbrecht (ILR) Spaniens entscheidend. Dieses bietet jedoch oft keine Lösung. Subsidiär ist daher auch in der Unteranknüpfung der gewöhnliche Aufenthalt maßgeblich. Eine Rechtswahl eines spanischen Teilrechts ist hingegen nicht möglich. Hat der Erblasser dennoch eine solche «falsche» Rechtswahl getroffen, ist diese wohlwollend auszulegen.

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Inhaltsverzeichnis

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Abkürzungsverzeichnis .................................................................................XIII Literaturverzeichnis ........................................................................................XIX Einleitung .....................................................................................................................1 A. Anlass der Untersuchung ......................................................................................1 B. Gang der Untersuchung und Zielsetzung ..........................................................5 1. Kapitel: Veränderungen im internationalen Erbrecht Deutschlands und Spaniens seit Inkrafttreten der EuErbVO .....................................................7 A. Spanisches und deutsches IPR vor der EuErbVO ...........................................10 I. Objektive Anknüpfung ...................................................................................11 1. Aus spanischer Sicht mit Bezug zu Deutschland ................................11 2. Aus deutscher Sicht mit Bezug zu Spanien ..........................................13 3. Zwischenergebnis.......................................................................................16 II. Möglichkeiten der Rechtswahl ......................................................................16 B. Europäische Erbrechtsverordnung ....................................................................19 I. Entstehungsgeschichte und Allgemeines ...................................................20 II. Anknüpfungspunkt des gewöhnlichen Aufenthalts ................................25 1. Definitionen des gewöhnlichen Aufenthalts........................................26 a) Auf nationaler Ebene in Deutschland und Spanien ...................27 b) Auf europäischer Ebene....................................................................28 aa) Orientierung an tatsächlichen Kriterien .......................................30 bb) Erhöhter Feststellungsmaßstab in der EuErbVO ........................31 cc) Einzelne Hilfskriterien ......................................................................32 (1) Letzter gemeldeter Wohnsitz ...........................................................33 (2) Soziale Integration, Heimat, Familie und Beruf ..........................33 VIII (3) Staatsangehörigkeit ...........................................................................35 (4) Sprachkenntnis ...................................................................................35 (5) Beständigkeit und Dauer des Aufenthalts ....................................35 (6) Belegenheit von beweglichem und unbeweglichem Vermögen ...............................................................36 c) Definitionsvorschlag für die EuErbVO ..........................................36 2. Besondere Problematiken .........................................................................37 a) Gemeinschaftliches Testament und Erbvertrag ..........................37 b) Fehlender gewöhnlicher Aufenthalt ..............................................38 III. Einführung der Parteiautonomie ..................................................................39 IV. Voraussetzungen und Umfang der Rechtswahl .........................................42 1. Zulässigkeit, materielle Wirksamkeit und Form .................................43 2. Wählbare Rechte.........................................................................................45 a) Grundsätzliche Möglichkeiten am Beispiel des einfachen Testaments ................................................................46 aa) Dynamische Rechtswahl ..................................................................46 bb) Mehrere Staatsangehörigkeiten ......................................................49 b) Erweiterung der Wahlmöglichkeiten ............................................50 aa) Erbvertrag ............................................................................................50 (1) Einseitig verf...

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