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Die deutsche Pferdewirtschaft

Betriebswirtschaftliche Aspekte zwischen Hobby und Unternehmung

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Christina Münch and Katharina Wiegand

Der Sammelband führt aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu den vielfältigen Segmenten der deutschen Pferdewirtschaft praxisrelevant aufbereitet zusammen. Betriebswirtschaftliche Fragestellungen stehen im Blickpunkt von Unternehmen, Dienstleistern oder Pferdebetrieben, die es sich zum Ziel gesetzt haben, unternehmerisch erfolgreich zu sein. Das Pferd als Hobby steht wiederum bei mehr als drei Millionen Personen im Mittelpunkt des Interesses. Ob Ausgleich zum Alltag, sportlicher Erfolg oder Naturverbundenheit – zum Pferdesport kommen die Menschen aus unterschiedlichen Motiven. Der Kontrast zwischen wirtschaftlicher Unternehmung und Hobby mag die Begründung für den insgesamt niedrigen Professionalisierungsgrad in der Pferdewirtschaft sein. Dieser Band richtet sich an Verbände, Betriebsleiter von Pferdebetrieben und an Studierende und Hochschulen aus den Bereichen der Pferde- und Agrarwissenschaften sowie dem Sportmanagement.
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Rainer Cherkeh - Reiten und Reitsport als juristisches Themenfeld

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Rainer Cherkeh

Reiten und Reitsport als juristisches Themenfeld

Abstract Das Pferd als Freizeit- und Unternehmensgegenstand stellt einen überaus wichtigen Wirtschaftsfaktor in Deutschland dar. Laut der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) des Instituts für Demoskopie Allensbach aus dem Jahr 2014 reiten 3,69 Millionen der über 14-jährigen Deutschen „häufig“ oder „ab und zu“.1 Nach Angaben der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in einer Pressemitteilung zum FN-Jahresbericht 20142 bestreiten mehr als 300.000 Menschen ihren Lebensunterhalt direkt oder indirekt durch Pferde und den Pferdesport. Der Gesamtumsatz im Pferdebereich liegt bei geschätzten 5 bis 6,5 Milliarden Euro.3 Ein eigenständiges Pferdegesetz existiert in Deutschland nicht. Geht es um Rechtsfragen im Kontext Pferd und Reitsport sind vielmehr die allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere die des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), heranzuziehen. Hinzu kommt das verbandsseitig gesetzte Regelwerk.4 Der folgende Beitrag verschafft dem Leser eine praxisnahe Orientierungshilfe über ausgewählte Rechtsverhältnisse im Kontext Reiten und Reitsport. Da sich der Pferdehalter zur Ausbildung, Pflege und Unterbringung seines Pferdes regelmäßig einer Vielzahl von Personen und Organisationen bedient, resultieren daraus verschiedene Vertragsverhältnisse. Ausgewählte5 und für die Praxis des Reitsports besonders relevante vertragliche Schuldverhältnisse werden nachfolgend rechtlich und problembezogen eingeordnet. Im Mittelpunkt stehen dabei die wechselseitigen Rechte und Pflichten, wobei auch vertragliche Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt werden sollen.

1. Der Pferdekauf

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