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Methodische und softwaretechnische Unterstützung global verteilter Softwareentwicklung bei mittelständischen Unternehmen

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Khrystyna Nordheimer

Das Buch leistet einen innovativen und praxisrelevanten Beitrag zur Unterstützung von kleinen und mittleren Softwareunternehmen im Bereich global verteilter Softwareentwicklung. Es identifiziert die bestehenden methodischen und softwaretechnischen Defizite in den relevanten Bezugsdisziplinen wie Geschäftsprozess-, Anforderungs-, Wissens- und Traceability-Management im Kontext mittelständischer Softwareunternehmen, greift diese unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Rahmenbedingungen erstmals wissenschaftlich auf und präsentiert anschließend einen gleichermaßen effektiven wie praxistauglichen Lösungsweg, der eine bessere Positionierung dieser Unternehmen am globalen Markt ermöglicht und somit den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg der mittelständischen Softwareindustrie sichern kann.
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2. Kleine und mittlere Unternehmen in der Softwareindustrie

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Im Vordergrund dieses Kapitels stehen die Abgrenzung mittelständischer Softwareunternehmen, die die Zielgruppe der vorliegenden Untersuchung bilden, und die darauf basierende arbeitsspezifische Definition für KMU in der Softwareentwicklungsindustrie. Neben den definitorischen Grundlagen wird hier auch der besondere Stellenwert von KMU in der IT- und Kommunikationsbranche erläutert und diskutiert. Anschließend werden die charakteristischen Stärken aufgeführt, die KMU gegenüber Großunternehmen aufweisen, und die wesentlichen Herausforderungen identifiziert, mit denen KMU in der Softwareentwicklung konfrontiert werden.

2.1 KMU als Zielgruppe der Untersuchung

2.1.1 Abgrenzungskriterien

In der wissenschaftlichen Literatur existieren zahlreiche Definitionen und Auslegungen, die unterschiedlich präzise versuchen, die grundlegenden Kriterien für KMU und insbesondere deren von einem Großunternehmen abgrenzenden Merkmale herauszustellen (Kayser 2006; Pfohl 2006). Bedingt durch die Vielfalt der herangezogenen Aspekte konnte sich bis zum heutigen Stand der Forschung noch keine allgemein anerkannte und einheitliche Begriffsbestimmung für KMU durchsetzen (Rudolph 2009; Wallau 2006). Die häufig vorkommenden Definitionen basieren oft auf funktionalen und strukturellen Eigenschaften des Unternehmens, die sich verallgemeinernd in quantitative und qualitative Abgrenzungskriterien unterteilen lassen. Während es sich bei quantitativen Merkmalen vor allem um konkrete statistische Messgrößen handelt, werden bei einer qualitativen Abgrenzung unternehmensspezifische Eigenschaften zugrunde gelegt.

2.1.1.1 Quantitative Merkmale

Zur quantitativen Kennzeichnung mittelständischer Unternehmen werden Größenkriterien wie die Beschäftigtenanzahl, die Bilanzsumme, die Eigenkapitalquote, der Umsatz oder der Jahresüberschuss besonders häufig als Abgrenzungsmerkmale herangezogen. Dies liegt darin begründet, dass sich...

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