Show Less
Restricted access

Studien V: Entwicklungen des Öffentlichen und Privatrechts II

Wilhelm Brauneder

Die Beiträge des Buches umfassen nahezu alle Aspekte der Rechtsgeschichte: die Staatsordnungen Europas im 19. Jahrhundert, Grundrechte 1848 und für Bosnien 1910, die Stellung der Länder in Österreich im 19. und 20. Jahrhundert, Mehrsprachigkeit in der Habsburgermonarchie, Kirchenstaatspläne 1916/1918 sowie die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit. Aber auch mittelalterliches Landrecht, Eheschließungsrecht, Naturrecht, Baurecht als Sozialreform und Literaturgeschichte werden behandelt.
Show Summary Details
Restricted access

Kombinierte Rechtsbücher

Extract



I. Vorbemerkung

II. Süddeutschland mit Österreich und Böhmen

III. Süd- und Norddeutschland

IV. Östliches Deutschland

V. Folgerungen

I. Vorbemerkung

In Regel treten uns Rechtsbücher in Editionen, Einzeldarstellungen oder Erwähnungen in der Sekundärliteratur als Einzelwerke entgegen wie etwa „Der Schwabenspiegel“1, „Der Sachsenspiegel“2, das „Österreichische Landrecht“3, „Das Wiener Stadtrechts- oder Weichbildbuch“ mit dem Hauptteil „Das Stadtrechtsbuch selbst“4, und so weiter. Dies geht zurück auf die Suche bzw. Herstellung einer Urfassung, einer Stammfassung, wozu, meist als Beiwerk, ein Verzeichnis diverser Handschriften tritt. Dies ist philologisch verständlich, obwohl das Scheitern der Schwabenspiegel-Ausgabe der Österreichischen Akademie der Wissenschaften nach 1945 trotz erheblichen Vorarbeiten anderes zeigt5. An die Stelle dieser bereits gedruckten, aber dann nicht ausgelieferten Ausgabe traten einige Einzelausgaben6.

Die rechtshistorische Fragestellung sollte allerdings auch eine andere sein. Für das historische Recht stellt sich primär nicht die Frage nach einer Ur- oder Stammfassung, sondern nach jener mit besonders intensiver Verwendung und allgemein nach jenen mit spezifischen Wirkungen. Dies zu untersuchen ist angesichts entsprechender Quellenbelege schwierig und jedenfalls nur mit Indizien zu bewältigen. Zu diesen zählt als weitere Frage die, wie denn die Rechtsbücher den Benützern gegenübertraten: Es sind dies die konkreten einzelnen Handschriften, späterhin unter Umständen Drucke, nicht aber (re)konstruierte Ur- oder Stammfassungen. ← 181 | 182 →

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.