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Die Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung

Rechtliche Einordnung und Haftungsverfassung unter Berücksichtigung der englischen LLP

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Isabel Kristin Fischer

Die Autorin setzt sich mit den bislang noch ungeklärten Fragen der praxisrelevanten Haftungskonstellationen des Innen- und Außenverhältnisses der 2013 neu eingeführten Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbB) auseinander. Den Schwerpunkt des Buches bildet die Untersuchung des Haftungsregimes dieser neuen Rechtsformvariante aus der Perspektive von anwaltlichen Zusammenschlüssen. Darüber hinaus arbeitet die Autorin die in der Praxis bestehenden Haftungsrisiken heraus und zeigt die Möglichkeiten zur Vermeidung einer persönlichen Einstandspflicht auf. Ein Vergleich zur herkömmlichen Partnerschaftsgesellschaft sowie zur englischen LLP stellt die jeweiligen Haftungsverfassungen bewertend gegenüber.
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Kapitel 1: Entwicklung des Partnerschaftsgesellschaftsrechts

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Kapitel 1:  Entwicklung des Partnerschaftsgesellschaftsrechts

A.  Entstehungsgeschichte der herkömmlichen Partnerschaftsgesellschaft

I.  Erste Initiativen zur Schaffung eines Partnerschaftsgesellschaftsgesetzes

Die Geschichte der Partnerschaftsgesellschaft (PartG) reicht bis in das Jahr 1956 zurück.31 Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. regte bereits zu diesem Zeitpunkt beim Bundesministerium an, eine neue Gesellschaftsform speziell für Angehörige Freier Berufe zu schaffen.32 Die Anregung wurde aber mangels Interesse von Seiten der Verbände Freier Berufe nicht weiter verfolgt.33

Ende der 1960er Jahre lebte die Diskussion über die Einführung einer Rechtsform speziell für Angehörige Freier Berufe wieder auf, als in Frankreich das Gesetz über Gesellschaften zur freien Berufsausübung verabschiedet wurde.34 Hintergrund war unter anderem die Erkenntnis, dass das deutsche Gesellschaftsrecht keine Rechtsform zur Verfügung stellte, die den Bedürfnissen der Freiberufler ausreichend Rechnung trug.35 Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts war bis zur Anerkennung ihrer Rechtsfähigkeit im Jahr 200136 aufgrund ihrer fehlenden rechtlichen Verselbständigung nicht für den Zusammenschluss zur gemeinsamen Berufsausübung geeignet.37 Ferner macht die fehlende Möglichkeit der Haftungsbeschränkung die Gesellschaft bürgerlichen Rechts wenig attraktiv.38

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