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Resilienz

Stadt und Region – Reallabore der resilienzorientierten Transformation

Series:

Ulf Hahne and Harald Kegler

Dieser Sammelband präsentiert aktuelle methodische und theoretische Grundlagen sowie erste praktische Resultate für die Zukunftsaufgabe urbane Resilienz, die einen immer größeren Stellenwert für die gesellschaftliche Transformation im Anthropozän gewinnt. Resiliente Städte sind die wichtigste Gestaltungsaufgabe der Zukunft. In Reallaboren werden theoretische und praktische Wege der städtischen Resilienz erprobt. Namhafte Forscher und Praktiker vereinen Positionen, die den internationalen Stand und die systemtheoretischen Zusammenhänge ebenso reflektieren wie konkrete Anregungen für eine stadt-regionale Resilienzpolitik. Dabei wird der Bogen von der Schwelle des Übergangs vom Wachstum zur Resilienz bis zu Stadtlaboratorien im neuen Utopia gespannt.
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Thies Schröder - Event im Reallabor: FERROPOLIS und die Energieavantgarde Anhalt [5]

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Thies Schröder

Event im Reallabor: FERROPOLIS und die Energieavantgarde Anhalt

Unser in Potenzen zunehmendes Wissen um Details lässt den Blick auf Zusammenhänge unschärfer werden. Doch ein Zurück zur Ungenauigkeit des Glaubens, zur Ableitung des Handelns aus dem vermeintlichen Ganzen kann und wird es in der Wissens- und Informationsgesellschaft nicht geben. Stattdessen beginnen wir, im Sinne einer neuen makroskopischen Perspektive nach einem „Systemganzen“ zu suchen, indem wir Zukunftsbilder kreieren, Zukunftsmodelle rechnen und Zukunftsszenarien entwerfen. Diese Planungen und Erzählungen von der Zukunft setzen oftmals an der linearen Fortschreibung einer realen oder angenommenen Entwicklung an. Sie sind schon deshalb vermutlich nicht besonders genau.

Reallabore sind ein Ausdruck dieser Zukunftserwartungen – und der Verunsicherung in Hinblick auf das große Bild der Gegenwart und Zukunft. Wenn die Idee eines übergeordneten Zwecks, manche sprechen auch von Sinn, nicht mehr vorgegeben ist, folgt auf ein teleologisches ein experimentelles Denken – und Handeln. Und mit der weltweiten Kritik an Wachstum oder Fortschritt, den Zielen der Moderne, des Industriezeitalters steht heute nicht mehr nur der transzendente, sondern auch der immanente Zweck gesellschaftlichen Handelns in Frage. Die Erfahrungsräume der Deindustrialisierung (und der Desillusionierung) sind daher auch die ersten Räume, in denen an postfossilen Perspektiven der Dekarbonisierung gearbeitet wird. Dieses Handeln folgt nicht mehr allein einer Logik, es ist von kulturellem Interesse ebenso geprägt wie von postindustriellem, nicht mehr linearem wirtschaftlichem Erproben, es versucht eine Verbindung aus Nachhaltigkeitszielen und Innovationsexperimenten und basiert aufgrund globaler...

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