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Unterricht im Fach Deutsch

Fachdidaktische Potentiale eines kritischen Blickes in Bildungspolitik, Forschung und berufsbildende Schule

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Cordula Häntzsch

Das Buch entwickelt Potentiale des Faches Deutsch als Bildungsbeitrag, die fachlich begründet, schülerorientiert und anschlussfähig sind. Hintergrund ist die Tatsache, dass Unterricht im Fach Deutsch keineswegs als einfach anzusehen ist. Dies zeigen die Diskussionen um den Beitrag zur Bildung der Lernenden, um die Gegenstände des Faches und um die zu vermittelnden Fähigkeiten, welche Ebenen der schulischen Praxis, der fachdidaktischen Forschung und der Bildungspolitik umfassen. Nicht nur Lernende, sondern auch Lehrende bewältigen mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Aussagen zu den Vermittlungszielen des Faches und müssen eine Vermischung von fachdidaktischen und fachwissenschaftlichen Ansätzen durchschauen. Cordula Häntzsch zeigt hier Möglichkeiten auf, um Bildungsdebatten konstruktiv fortzuführen.
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7.4 Medien und weitere Gegenstände des Deutschunterrichts

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Nun liegt die Vermutung nahe, dass die ausgewählten Aspekte des Erzählens hinsichtlich ihrer Relevanz bei der Auslegung epischer Texte befragt werden. Allerdings wird auch eine solche Erwartung im betrachteten Lehrwerk nicht erfüllt. Das heißt, die in der Aufgabenstellung vorgesehene Erarbeitung der genannten Gesichtspunkte wird nicht weitergehend verwendet. Die ausgearbeiteten inhaltlichen, formalen und sprachlichen Punkte bleiben als eine Anforderung der Aufgabenstellung stehen. In welchem Zusammenhang diese mit dem epischen Text stehen und warum gerade die genannten Kriterien als Aufgabenschwerpunkte herangezogen werden, ist unklar. Auch die kreativ ausgerichteten Aufgaben werden nicht weiterverfolgt. So stellen das epische Werk und auch die im Lehrwerk angebotenen Aufgaben vielmehr eine gegebene Größe dar, deren Begründung ausbleibt. Für die Schülerinnen und Schüler kann dies zur Folge haben, dass die Aufgaben im Unterricht zwar bearbeitet und besprochen werden, jedoch nicht als Anlass dienen, Erzähltexte und den Umgang mit ihnen zu reflektieren beziehungsweise ihre Eigenheiten im Zusammenhang von Literatur und Gesellschaft zu untersuchen. Auch eine Bezugnahme auf die persönliche Bedeutung des ausgewählten Romanauszuges findet nicht statt. Zu welchem Ziel die Auseinandersetzung mit dem literarischen Text führen soll, welches Wissen also vermittelt werden soll, bleibt offen.

Dass epische Texte jedoch kritisch, begründet und zielbezogen im Unterricht behandelt werden können, zeigen nachfolgende Überlegungen. Diese stellen somit ebenso eine Entscheidungshilfe dar, um vor dem Hintergrund der jeweils zu unterrichtenden Lerngruppe und curricularer Vorgaben einen nachvollziehbaren Unterricht zu entwickeln, durchzuführen und zu reflektieren. In der...

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