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Steuerliches Verrechnungspreis-Risikomanagement im internationalen Konzern

Analyse und Bewertung von Instrumenten zur Begegnung steuerlicher Verrechnungspreisrisiken

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Markus Schneider

Der Autor widmet sich Fragestellungen des Risikomanagements im Bereich der steuerlichen Verrechnungspreise. Angesichts der intensiven Prüfung von Verrechnungspreissachverhalten in Betriebsprüfungen sowie der im Rahmen des BEPS-Projekts der OECD kontrovers geführten Diskussionen zu Fragen der sachgerechten zwischenstaatlichen Gewinnabgrenzung ist dieses Thema von hoher praktischer Relevanz. Den Kern des Buches bilden Analyse und Bewertung von Instrumenten, die international tätige Konzerne einsetzen können, um Verrechnungspreisrisiken zu begegnen. Hierbei handelt es sich um ursachenbezogene Instrumente, die präventiv eingesetzt werden können, sowie wirkungsbezogene Instrumente, welche nach einer Beanstandung zur Anwendung kommen können.
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B. Internationale Gewinnabgrenzung auf der Grundlage des Fremdvergleichs

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B.   Internationale Gewinnabgrenzung auf der Grundlage des Fremdvergleichs

I.   Funktion und Bedeutung des Fremdvergleichsgrundsatzes

1.   Spannungsverhältnis zwischen rechtlicher Vielheit und wirtschaftlicher Einheit

Konzerne sind durch ein Spannungsverhältnis zwischen „rechtlicher Vielheit“ und „wirtschaftlicher Einheit“ gekennzeichnet.21 Die Besteuerung knüpft wie vorstehend dargestellt an die einzelnen Konzerngesellschaften und mithin an die „rechtliche Vielheit“ des Konzerns an.22 Aufgrund der Tatsache, dass die Obergesellschaft des Konzerns gesellschaftsrechtliche Einflussmöglichkeiten auf die einzelnen nachgeordneten in- und ausländischen Konzerngesellschaften besitzt, besteht vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Einheit des Konzerns grundsätzlich ein Anreiz, Gewinne mittels einer zweckgerichteten Verrechnungspreisfestlegung im niedrig besteuernden Ausland anfallen zu lassen, um auf diese Weise die Steuerquote des Gesamtkonzerns zu optimieren.23 So ist es beispielsweise denkbar, dass eine in einem Niedrigsteuerland ansässige Produktionsgesellschaft ihre Produkte zu überhöhten Preisen an die in Hochsteuerländern ansässigen Vertriebsgesellschaften des Konzerns liefert. Dies hätte zur Folge, dass ein unangemessen hoher Anteil des aus dem Geschäft resultierenden Gewinns in dem Domizilstaat der Produktionsgesellschaft anfällt, wo er einer niedrigen Besteuerung unterliegt. ← 9 | 10 →24

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