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Zwischen Orten, Zeiten und Kulturen

Zum Transitorischen in der Literatur

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Jolanta Pacyniak and Anna Pastuszka

Im Mittelpunkt des Bandes stehen das vielfältige Konzept des Transitorischen und seine literarischen Ausgestaltungen. Die Beiträge beleuchten den etwas diffusen Begriff des Transitorischen anhand unterschiedlicher literarischer Werke, Motive, Themen und Topoi. Das dargestellte Spektrum der Forschungen reicht von den negativen Erfahrungen des Transits in der Exilliteratur über das Motiv der Reise, das Topos des homo viator, transitorische Orte und Zustände bis zu transitorischen Identitäten. Im Horizont einer «Poetik des Transitorischen» (Rüdiger Görner) entsteht aus fließenden Übergängen und Grenzen ein «Dazwischen». Zu dieser Poetik gehören u.a. die Erkenntnisse der Wandelbarkeit und Prozesshaftigkeit der scheinbar feststehenden Kategorien (Nation, Kultur, Geschlecht, Identität), die veränderte Raumwahrnehmung, die Aufwertung der Bewegung und die Versuche, das (post-)moderne Subjekt zu verorten.
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Kerstin Schoor - Wider das Konzept vom »frei flottierenden« Subjekt: Die Entstehung der Ghettogeschichte in den plurikulturellen Regionen Ost(Mittel)Europas

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Kerstin Schoor  (Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder)

Wider das Konzept vom »frei flottierenden« Subjekt: Die Entstehung der Ghettogeschichte in den plurikulturellen Regionen Ost(Mittel)Europas

Ein Problemaufriss

In dem folgenden kurzen Problemaufriss zur Genese der deutschsprachigen Ghettoliteratur wird die Frage nach dem Transitorischen in der Literatur1 hin zur Frage nach dem Transitorischen der Literatur verschoben, um damit offene Forschungsfragen zu markieren und das sich im letzten Jahrzehnt formierende Konzept einer Literaturgeschichte als Verflechtungsgeschichte empirisch wie theoretisch zu stützen. Untersucht werden soll dies an einem Genre, das sich zwischen regionalen Ordnungsmustern und nationalen wie transnationalen Bewegungen entwickelt hat – im Sinne des Titels dieses Buches „zwischen Orten, Zeiten und Sprachen“: Im Fokus steht damit die Entstehung der Ghettogeschichte in den plurikulturellen Regionen Ost(Mittel)Europas als ein Schwellenphänomen par excellence zwischen jüdischer Tradition und europäischer Moderne.

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