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Zwischen Orten, Zeiten und Kulturen

Zum Transitorischen in der Literatur

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Jolanta Pacyniak and Anna Pastuszka

Im Mittelpunkt des Bandes stehen das vielfältige Konzept des Transitorischen und seine literarischen Ausgestaltungen. Die Beiträge beleuchten den etwas diffusen Begriff des Transitorischen anhand unterschiedlicher literarischer Werke, Motive, Themen und Topoi. Das dargestellte Spektrum der Forschungen reicht von den negativen Erfahrungen des Transits in der Exilliteratur über das Motiv der Reise, das Topos des homo viator, transitorische Orte und Zustände bis zu transitorischen Identitäten. Im Horizont einer «Poetik des Transitorischen» (Rüdiger Görner) entsteht aus fließenden Übergängen und Grenzen ein «Dazwischen». Zu dieser Poetik gehören u.a. die Erkenntnisse der Wandelbarkeit und Prozesshaftigkeit der scheinbar feststehenden Kategorien (Nation, Kultur, Geschlecht, Identität), die veränderte Raumwahrnehmung, die Aufwertung der Bewegung und die Versuche, das (post-)moderne Subjekt zu verorten.
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Dorota Tomczuk - „Sich durchs Leben schreiben; auf der Spur der Leere bleiben“ – Aufbruch aus dem Alltag und Identitätssuche in Peter Handkes Reisebildern

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Dorota Tomczuk  (KUL Lublin)

„Sich durchs Leben schreiben; auf der Spur der Leere bleiben“ – Aufbruch aus dem Alltag und Identitätssuche in Peter Handkes Reisebildern

Jede Reise bedeutet für den Reisenden nicht nur einen Aufbruch aus dem Alltag, sondern sie bringt auch neue Entdeckungen und Erfahrungen mit sich – nicht nur im Hinblick auf Orte und Menschen, die man unterwegs kennenlernt, sondern auch auf sich selbst: Jeder Reise wohnt auch das Potential inne, zur Suche nach der eigenen Identität, zur Reise zu sich selbst zu werden.1 Ein ungebundenes Leben mit häufigem Wechsel des Aufenthaltsortes und der Lebensumstände, das auch eine Erfahrung des Provisorischen (oder Transitorischen – als Vorübergehenden, nur kurz Andauernden gemeint) der menschlichen Existenz bedeutet, wird in Peter Handkes Schriften thematisiert, die er während und nach seiner von 1987 bis 1990 unternommenen Weltreise verfasste.

Das Buch eröffnet eine Wendung des Autors an den Leser, in der er sowohl die Umstände, unter denen die Aufzeichnungen entstanden sind, erklärt, als auch das Werk in Handkes bisherigem Schaffen festsetzt:

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