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Odysseen des Humanen

Antike, Judentum und Christentum in der deutschsprachigen Literatur- Festschrift für Prof. Dr. Maria Kłańska zum 65. Geburtstag

Katarzyna Jastal, Pawel Zarychta and Anna Dabrowska

Literatur war und ist ein Ort menschlicher Identitäts- und Wertefindung, an dem die Kontingenzen individueller und historischer Erfahrung in universale Kontinuitäten eingeschrieben werden. Sie ist auch ein Ort, an dem antike, jüdische und christliche Traditionsbestände durch ihre Fortsetzung und Neusemantisierung wieder aufleben und nicht selten zu Grundmustern individueller Sinnstiftung werden. Von dieser Grundbeobachtung ausgehend, begeben sich die Autorinnen und Autoren dieses Bandes auf die Suche nach solchen Kontinuitäten und Neusemantisierungen der antiken, jüdischen und christlichen Narrative in der älteren bis jüngsten deutschsprachigen Literatur. Sie rekurrieren auf die Forschungsinteressen von Prof. Dr. Maria Kłańska, der diese Publikation zum 65. Geburtstag gewidmet ist.
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Einleitung

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Maria Kłańska, der dieser Band gewidmet ist, wird am 13. Mai 2016 fünfundsechzig Jahre alt. Als Autoren, Herausgeber und Freunde wollen wir das Lebenswerk der Jubilarin würdigen. Die polnische und insbesondere die Krakauer Germanistik verdankt dem Wirken von Prof. Dr. habil. Maria Kłańska – ihrem Arbeitsethos als Forscherin, Lehrende, langjährige Direktorin des Instituts für Germanische Philologie der Jagiellonen-Universität und Leiterin der Abteilung für Deutsche Literatur – Wesentliches.

Eine Festschrift sollte das wissenschaftliche Werk der Jubilarin widerspiegeln und diesem Anliegen entsprechen auch die Schwerpunkte dieses Bandes. Maria Kłańska nahm nach dem Studium der Deutschen Philologie an der Jagiellonen Universität in Krakau eine Stelle an ihrem Heimatinstitut auf und begann ihre wissenschaftliche Laufbahn mit der Reflexion über das Fortwirken des antiken Odysseus-Mythos in der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Über dieses Thema promovierte sie im Jahre 1978. Mit der Hinwendung zur deutschsprachigen ostjüdischen Literatur und Kultur Galiziens und der Bukowina kam sehr bald ein neues Forschungsfeld hinzu, auf dem sie Bedeutendes leistete, indem sie sich mit dem Schaffen von Karl Emil Franzos, Alexander von Sacher-Masoch, Joseph Roth und Rose Ausländer, aber auch zahlreichen weniger bekannten, teils fast vergessenen ostjüdischen Autoren befasste, um ihr Werk vor dem endgültigen Vergessen zu bewahren. Aus der jahrelangen Arbeit an dieser Thematik gingen ihre vielzitierte Habilitationsschrift Problemfeld Galizien in deutschsprachiger Prosa zwischen 1846 und 1914 und eine Reihe wichtiger Bücher und Artikel zu literarischen Texten der in...

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