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Zweitspracherwerb neu positioniert

Eine Studie der deutschen Sprachkenntnisse von Handelsschülern mit Migrationshintergrund

Alexandra Rösner

Die Autorin analysiert Ergebnisse einer dreijährigen Feldstudie mit Handelsschülern mit den Migrationshintergründen Türkei und ehemaliges Jugoslawien. Im Fokus steht die Entwicklung der Sprachkenntnisse im Bereich Ausdruck und Formulierung. Die Autorin arbeitet heraus, welche Fehler diese Schüler/innen machen, ob sie im Alter von 14 Jahren noch behebbar sind und ob die Schüler/innen trotz teils sehr schlechter sprachlicher Voraussetzungen die Schule auf dem Sprachniveau ihrer österreichischen Kollegen/innen abschließen können.
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Teil II Empirische Untersuchung

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II. 1. Rahmenbedingungen der Untersuchungsgruppe

II. 1. A. Gesellschaftlicher und regionaler Hintergrund der HAS Bregenz

Der Schultyp Handelsschule kurz HAS hat sich in den letzten Jahrzehnten in Bregenz in Bezug auf die Zusammensetzung der Schüler/innen der ersten Klassen stark verändert. Ältere Lehrerkollegen/innen sprechen von der HAS in früheren Jahren als „kleine Schwester der HAK“ (Handelsakademie) und dementsprechend wird die HAS-Ausbildung von älteren Generationen im Einzugsgebiet noch so betrachtet. Die Schüler/innen, die die HAS Bregenz besuchen, stammen vorwiegend aus dem Leiblachtal, dem Bregenzer Raum mit den angrenzenden Ortschaften Lochau, Hörbranz, Kennelbach, Wolfurt, Lauterach und Hard, aber auch aus dem Vorderen Bregenzerwald, dem unteren Rheintal und sogar Dornbirn und Hohenems. Die Anreise erfolgt für Schüler/innen aus entfernteren Ortschaften bequem per Zug (5 min Fußweg zum Bahnhof Riedenburg) oder per Bus. Ältere Schüler/innen reisen zunehmend per Auto an.

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