Show Less
Restricted access

Bewertung und kognitive Wahrnehmung von Realoptionen

Simulationsbasierte und experimentelle Analysen im Kontext der Energiewirtschaft

Series:

Simon Werker

Flexible Kraftwerke können als Realoptionen klassifiziert werden. Die Bewertung mit Verfahren der Optionspreistheorie ist aufgrund struktureller Unterschiede zu Finanzoptionen jedoch nicht unproblematisch. In diesem Zusammenhang greift der Autor zwei Fragestellungen auf. Zunächst analysiert er den Einfluss empirischer Renditeverteilungen auf den Optionswert. Mithilfe von simulationsbasierten Verfahren werden systematische Bewertungsverzerrungen durch die Missachtung von Fat Tails aufgezeigt. Anschließend überträgt der Autor Erkenntnisse der Behavioral Economics auf die Optionsbewertung und untersucht Verzerrungen in der intuitiven Wahrnehmung von Realoptionswerten. Zwei experimentelle Studien belegen irrationale Über- und Unterbewertungen von Realoptionen.
Show Summary Details
Restricted access

5. Auswirkungen empirischer Renditeverteilungen in Commoditypreisen auf die Bewertung kraftwerksspezifischer Realoptionen

Extract

← 56 | 57 →

5.  Auswirkungen empirischer Renditeverteilungen in Commoditypreisen auf die Bewertung kraftwerksspezifischer Realoptionen

5.1  Einleitung

5.1.1  Problemstellung und Zielsetzung

Zur Bewertung unternehmerischer Entscheidungssituationen, die durch Handlungsflexibilität und Unsicherheit geprägt sind, kann grundsätzlich auf Verfahren zur Quantifizierung aktienbasierter Finanzoptionen zurückgegriffen werden.196 Zu den bekanntesten dieser Verfahren zählen das Binomialmodell von COX/ROSS/RUBINSTEIN (1979) und das Modell von BLACK/SCHOLES (1973), die in Kap. 3.2 und Kap. 3.3 vorgestellt wurden. Um den operativen Einsatz eines Kraftwerks als reale Spreadoption eines Kraftwerksbetreibers bewerten zu können, bedarf es jedoch einer Erweiterung der finanzmarktorientierten Modelle. Diese Notwendigkeit ergibt sich insbesondere aus den multiplen Unsicherheitsquellen, die auf den kraftwerksspezifischen Spread wirken.197 Als zielführende Möglichkeit hierfür hat sich in der Literatur die Verwendung von simulationsbasierten Ansätzen bewährt.198

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.