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Die Societas Unius Personae (SUP)

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Nikolaus Moench

Nach dem Scheitern des Verordnungsentwurfes zur Societas Privata Europaea hat die Europäische Kommission mit dem Richtlinienentwurf zur Societas Unius Personae (SUP) einen erneuten Anlauf genommen, um die Tätigkeit europäischer Unternehmen im gemeinsamen Binnenmarkt zu vereinfachen. Es handelt sich hierbei um eine europaweit harmonisierte Einpersonengesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Autor geht zunächst auf die Notwendigkeit des Richtlinienvorschlages ein, um anschließend dessen Auswirkungen auf das deutsche Gesellschaftsrecht zu untersuchen. Hierbei erläutert er sämtliche Vorschriften des Richtlinienvorschlages kritisch und präsentiert Änderungsvorschläge anhand aufgezeigter Probleme.
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E. Die SUP-Richtlinie

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E.  Die SUP-Richtlinie

I.  Richtlinienziel

Mit der Richtlinie möchte die Europäische Kommission nach eigener Aussage insbesondere den KMU die Gründung von Tochtergesellschaften im europäischen Ausland erleichtern.171

Teilweise wird dieses Ziel jedoch angezweifelt und behauptet, die Kommission möchte vielmehr großen Konzernen die europaweite Tätigkeit erleichtern.172 Denn gerade diese verwenden Einpersonengesellschaften häufig als Tochterunternehmen, so dass ihnen die schnelle und günstige Gründungsmöglichkeit entgegen käme.173 Hierfür streitet vor allem die zulässige Sitzaufspaltung, vgl. Art. 10 SUP-RL. Denn diese kann von größeren Unternehmensgruppen zugunsten einer einheitlichen Konzernverwaltung, durch Konzentration des Satzungssitzes sämtlicher Gesellschaften in einem Mitgliedsstaat, verwendet werden.174 Auch das Weisungsrecht des Alleingesellschafters gegenüber dem Geschäftsführer deutet in diese Richtung, vgl. Art. 23 Abs. 1 SUP-RL.175 Zusätzlich gibt die Kommission sogar ausdrücklich an, mit diesem Weisungsrecht die Tätigkeit von Konzernen erleichtern zu wollen.176

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