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Die «Teltowgraphie» des Johann Christian Jeckel (1672–1737): Von kirchlichen Stadtsachen

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Frank Jürgen Seider

Diese Edition präsentiert den zweiten Teil des handschriftlichen Manuskriptes des Pfarrers Johann Christian Jeckel, dessen Chronik der Stadt Teltow («Teltowgraphie») aus einem «weltlichen» und einem «kirchlichen» Teil besteht. Sie schließt an die Edition des ersten Teils der «Teltowgraphie» an, womit nun erstmals das Gesamtwerk Jeckels vorliegt. Die mit Quellen belegten Überlieferungen in der Chronik umfassen den Zeitraum vom Anfang des 16. Jahrhunderts bis zum Ende des ersten Drittels des 18. Jahrhunderts (1500–1735). Den Schwerpunkt des Manuskripts bildet die Kirchengeschichte von Teltow. Der Editor kommentiert den Text Jeckels mit einer Einleitung und einem umfangreichen Erläuterungsapparat, bestehend aus Worterklärungen, Übersetzungen lateinischer Wörter und Passagen sowie Lebensdaten erwähnter Personen. Eine Bibliographie zur Quelle, Register und Quellenverzeichnisse beschließen die Edition.
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2. Quellendiskussion und Rezeption

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2.    Quellendiskussion und Rezeption

2.1  Das Schwanebecksche Hausbuch

Nur drei Jahrzehnte nach Jeckels Tod entstanden zwei weitere handschriftliche Beiträge sowie eine gedruckte Ausarbeitung zur Stadtgeschichte von Teltow. Die Autoren waren der Teltower Bürgermeister Carl Ludwig Peschel sowie die bereits oben angeführten Thomas Philipp von der Hagen und Cleophas Heinrich Otto Krüger. In der nachfolgenden Betrachtung wird deutlich, dass in dem Zeitraum von etwa 1740 bis etwa 1780 die ‚Teltowgraphie’ als Überlieferungsquelle keine Rolle spielte bzw. spielen konnte. Die Handschrift Jeckels war nicht zugänglich und – wie bereits festgestellt – in Privathand. Erst um 1784, beginnend mit der „Finanzbeschreibung“ des Potsdamer Steuerrat Daniel Richter, wurde Jeckels Chronik als hervorragende Quelle erkannt und genutzt.140

Der Giesensdorfer Pfarrer Krüger und Thomas Philipp von der Hagen stützten sich in ihren Beiträgen neben anderen Quellen auch auf eine alte Handschrift, die im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts erstellt und in der märkischen Geschichtsschreibung unter der Bezeichnung „Schwanebecksches Hausbuch“ bekannt wurde. Die Spur der originalen Handschrift verlor sich bereits im 17. Jahrhundert wieder. Eine oder auch mehrere Abschriften aus dem Hausbuch existierten aber noch im 18. Jahrhundert, aus denen dann Thomas Philipp von der Hagen141 und der Giesensdorfer ← LXIX | LXX → Pfarrer Krüger142 den größten Teil des Inhaltes in ihre historischen Arbeiten übernahmen und damit für die Überlieferung dieser Schriftquelle sorgten.

Zwischen dem älteren „Hausbuch“ und Jeckels Handschrift lassen sich grundsätzlich keine direkten Zusammenhänge erkennen. Man kann...

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