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Äußere oder innere Offenbarung

Eine qualitative Untersuchung zur Wahl der Erziehungsziele kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Armin Wunderli

Viele Kirchgemeinden bemühen sich um ein reichhaltiges Programm für Kinder. Dabei verfolgen sie bestimmte Ziele. Um diese herauszufinden, wurden im Rahmen dieser Arbeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus katholischen, evangelischen und freikirchlichen Gemeinden befragt. Es zeigte sich, dass es in allen drei Religionsgemeinschaften wichtig ist, die nächste Generation für die Gemeinde zu gewinnen. Es kamen aber auch unterschiedliche Denkweisen zum Ausdruck, zum Beispiel, welche Voraussetzungen ein Kind erfüllen muss, um als Christ gelten zu dürfen. Bei der Wahl ihrer Erziehungsziele orientieren sich die Mitarbeitenden kaum an den Erwartungen, die an sie herangetragen werden. Viel wichtiger ist ihnen ihre eigene Biografie: Was sie selbst erlebt – oder nicht erlebt – haben, möchten sie den Kindern weitergeben.
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2. Voraussetzungen aus der Religionspädagogik

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2.  Voraussetzungen aus der Religionspädagogik

In der Theologie gehört die kirchliche Arbeit mit Kindern in den Fachbereich der Religionspädagogik. Allerdings konzentrierte sich diese bis weit ins 20. Jahrhundert fast ausschließlich auf den schulischen Religionsunterricht. Das war das Ergebnis der allgemeinen Schulpflicht, die im Zuge der Aufklärung in ganz Europa eingeführt wurde. Mit dieser allgemeinen Schulpflicht haben die großen Kirchen ihren Unterricht an den Kindern weitgehend an die Schulen ausgelagert, denn dort war es am einfachsten, sämtliche Kinder zu erreichen.

Erst ab den 60er Jahren fand ein Umdenken statt, welches nicht zuletzt durch eine Austrittswelle aus den Kirchen begünstigt wurde. Einerseits gehörten nicht mehr alle Schüler einer Kirche an; andererseits – und das war der gewichtigere Grund – war es nötig, die Gemeinden zu stärken. Man versuchte deshalb, die Erkenntnisse der Religionspädagogik für die Gemeinden fruchtbar zu machen.

2.1  Religionspädagogik für die Gemeinde

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