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Leserbrief und Identitätskonstitution

Am Beispiel von Diskursen der ost- und westdeutschen Tagespresse 1979–1999

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Goulnara Wachowski

Die ersten «Stimmen aus dem Publikum» erscheinen bereits im 18. Jahrhundert. Dennoch bleibt der Leserbrief aus der textlinguistischen Sicht ein schillerndes und schwer zu fassendes Phänomen. Die Autorin setzt sich zum Ziel, diese Vielfalt aufzufangen und darzustellen sowie einen methodischen Zugang zu finden, der eine entsprechende Analyse und Beschreibung ermöglicht. Anhand des intertextuell-diskursiven Modells, das nach einer eingehenden theoretischen Auseinandersetzung mit intertextuellen und diskursiven Konzepten entstanden ist, analysiert sie den Leserbrief als diskursiven Beitrag – jeweils 10 Jahre vor und nach der Wende und in einer ost- sowie einer westdeutschen Tageszeitung. Das Untersuchungsmaterial bilden 1092 Leserzuschriften – bzw. ihre Autorinnen und Autoren.
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7. Identitätsanalyse: Leserbriefschreibende als Diskurssubjekte

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7.1 Subjekte des Diskurses

Nachdem diskursive Prozeduren und Instanzen, die den legislativen und politischen Bereichen entspringen, aufgespürt und aufgezeichnet wurden, ist es angezeigt, von den für die vorliegende Schrift relevanten Subjekten der Pressediskurse zu sprechen – von Leserbriefschreibenden.

Wie oben bereits expliziert, ist der Subjektbegriff dieser Arbeit im postmodernen Raum (s. o. 1.3.) anzusiedeln und wird im Foucaultschen Sinne (s. o. 2.4.2.) verwendet. D. h., es ist von folgenden Prämissen auszugehen:

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