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Fachphraseologie am Beispiel der deutschen und der polnischen Fassung des Vertrags von Lissabon

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Joanna Woźniak

Das Buch liefert eine Beschreibung und Klassifizierung von Fachphraseologismen sowie eine Analyse hinsichtlich der Struktur, Wortbildung, Semantik und Fachlichkeit. Hierfür exzerpiert die Autorin die deutschen und polnischen Fachphraseologismen aus dem Vertrag über die Europäische Union und dem Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union. Des Weiteren untersucht die Autorin mehrdimensional, ob eine Konventionalität und Formelhaftigkeit der untersuchten Vertragstexte auf einzelnen Textebenen nachweisbar ist.
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2. Aspekte der Fachtexte

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Die Sprache realisiert sich in Texten. Daher besteht eine enge Verbindung zwischen den traditionellen Untersuchungsbereichen der Sprachwissenschaft und der Textlinguistik (vgl. Adamzik 2004: 151). Die Fachkommunikation manifestiert sich in Fachtexten (vgl. Gläser 1990: 6) und deswegen wird das zweite Kapitel dieser Arbeit Aspekten von Fachtexten gewidmet. Am Anfang des Kapitels wird auf die Grundbegriffe der Textlinguistik wie Text, Fachtext, Textmuster und Textsorte allgemein eingegangen. Danach wird der Textsortenanalyse und insbesondere dem Mehrebenenmodell der Textsortenanalyse von Heinemann und Viehweger (1991) Beachtung geschenkt. Da sich juristische Texte besonders durch ihre Formelhaftigkeit auszeichnen, widmet sich das dritte Unterkapitel den theoretischen Ansätzen zur Formelhaftigkeit von Texten. In dem das Kapitel abschließenden Punkt wird der Vertrag von Lissabon in Anlehnung an die vorher angeführten Kriterien der Textsortenanalyse beschrieben. Insbesondere werden seine Funktion, Situationalität, Thematizität und formelhafte Struktur untersucht, während seine Formelhaftigkeit auf lexikalisch-syntaktischer Ebene, d. h. die Formelhaftigkeit bestimmter Ausdrücke als Hauptproblem der Arbeit in den nachfolgenden Kapiteln thematisiert wird.

2.1 Text – Fachtext – Textmuster –Textsorte

Der Terminus Text wird in der Geschichte der Linguistik unterschiedlich verstanden. Die Definitionen variieren je nach der sprachwissenschaftlichen Periode und dem theoretischen Ansatz der Untersuchungen. In diesem Unterkapitel wird auf eine komplexe Darstellung der Textdefinitionen und ihre historische Entwicklung verzichtet, da eine solche in zahlreichen anderen Bearbeitungen zu finden ist (vgl. u. a. Heinemann / Viehweger 1991; Heinemann / Heinemann 2002; Adamzik 2004; sowie der 2000 von Brinker / Antos / Heinemann / Sager 2000 herausgegebene...

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