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Verbandshaftung bei Spielmanipulation durch Fußball-Schiedsrichter

Malte Dittrich

Die im Zivilrecht angesiedelte Arbeit befasst sich mit der Verbandshaftung bei Spielmanipulation durch Fußball-Schiedsrichter. Es wird untersucht, wie und ob die Verbände haften, wenn ein von ihnen eingesetzter Schiedsrichter ein Spiel manipuliert, um für sich oder einen Dritten einen Wettgewinn zu erzielen. Die Verbandswettbewerbe und die Rechtsstellung des Schiedsrichters werden zur Klärung dieser Frage anhand von unveröffentlichten Vertragsunterlagen rechtlich qualifiziert. Für die unterschiedlichen Wettbewerbe werden die Anforderungen bei der Darlegung eines Schadens festgelegt. Ebenso wird aufgezeigt, dass in den meisten Fällen die abgeschlossenen Schiedsgerichtsvereinbarungen mit den Verbänden oder vorherige Schiedsgerichtsurteile den Weg vor die Zivilgerichte nicht versperren.
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6. Kapitel: Vertragshaftung des DFB als Veranstalter von Pokalspielen

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6. Kapitel:  Vertragshaftung des DFB als Veranstalter von Pokalspielen

Zunächst stellt sich die Frage der Haftung des DFB im Falle einer vorsätzlichen Spielmanipulation durch einen vom ihm eingesetzten Schiedsrichter bei einem DFB-Pokalspiel. Beim DFB-Pokal ist der Deutsche Fußball-Bund ganz allgemein als Veranstalter des Wettbewerbes anzusehen.1054 Dabei muss jedoch unterschieden werden, wer Veranstalter im Sinne eines Teilnahmevertrages und wer im Sinne eines Zuschauervertrages ist. Der Veranstalter eines Wettbewerbes steht in verschiedenen rechtsgeschäftlichen Beziehungen. Vor diesem Hintergrund wird die Haftung des DFB ausschließlich aufgrund direkten Vertrages untersucht. Die Fragen zur Haftungsausfüllung werden in diesem Zusammenhang nicht geklärt. Als Anspruchsinhaber kommen die Vereine und Kapitalgesellschaften, die Spieler, die Wettveranstalter und die Zuschauer in Frage.

A.  Ansprüche der Vereine und Kapitalgesellschaften

Aus den Rechtsbeziehungen der Vereine und Kapitalgesellschaften zum DFB könnten vertragliche Haftungsansprüche erwachsen. Gegen die sich daraus ergebenden Rechte und Pflichten könnte der DFB durch eine vorsätzliche Spielmanipulation, verursacht durch einen von ihm angesetzten Schiedsrichter, verstoßen. Das erforderliche Schuldverhältnis könnte sich aus zwei Konstellationen ergeben. Zum einen aus der mittelbaren Mitgliedschaft der Vereine zum DFB und zum anderen direkt aus der Teilnahme am DFB-Pokal an sich.

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