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Erster Weltkrieg: Kindheit, Jugend und Literatur

Deutschland, Österreich, Osteuropa, England, Belgien und Frankreich

Series:

Hans-Heino Ewers

Die Beiträge dieses Bandes befassen sich mit Kriegsbilder-, Kinder- und Jugendbüchern der Jahre 1914 bis 1918 aus nahezu allen kriegsbeteiligten Ländern sowie mit später erschienenen und aktuellen Jugendromanen, die sich rückblickend mit dem Ersten Weltkrieg auseinandersetzen. Zur Sprache gelangen daneben auch Kriegstagebücher von Jugendlichen sowie kriegsbegeisternde Lektüreerlebnisse. Die Zusammenstellung von Beiträgen aus den verschiedenen Ländern lässt zahlreiche Gemeinsamkeiten hervortreten. Dabei zeigt sich nicht nur hinsichtlich der durch das Gedenkjahr 2014 beflügelten jugendliterarischen Beschäftigung mit dem Ersten Weltkrieg ein deutlicher Aufarbeitungsvorsprung in der französisch- und englischsprachigen Welt.
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„Dieses Buch gehört in die Schulstuben“ Die internationale Rezeption von Erich Maria Remarques Im Westen nichts Neues

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Since its first publication in 1929, Erich Maria Remarque’s famous anti-war novel Im Westen nichts Neues (All Quiet on the Western Front) has gone through quite substantial changes in its international reception, status, ascribed intention, and its didactical deployment at colleges and universities. First, with the publication of Im Westen nichts Neues the Ullstein publishing trust in 1929 intended to implement a democratically based view on the First World War within the ongoing controversial discussion on that war in the Weimar Republic. The novel’s international reputation was mainly based on its interpretation as a true report of an ordinary soldier’s experiences in the trenches on the Western Front. After World War II, this reputation became the basis of deploying Remarque’s novel as an authentic source for the frontline experiences at colleges and universities especially in the U.S. and other countries world-wide. Today the novel’s image has again changed, now to an extraordinary example of representing modern warfare in the media and literature respectively with the focus on the context of its publication.

***

„Dieses Buch gehört in die Schulstuben“, forderte Carl Zuckmayer in seiner Rezension zu Im Westen nichts Neues im Januar 1929, in „die Lesehallen, die Universitäten, in alle Zeitungen, in alle Funksender, und das alles ist noch nicht genug“ (Zuckmayer 1929). Doch Zuckmayer verknüpfte mit dieser Forderung weniger einen didaktischen Aspekt als den der Aufklärung seiner Zeitgenossen über die „Wahrheit des Krieges“, die mit Remarques Text erstmals in der...

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