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Verfügbarkeit und Sucht beim Automatenspiel

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Tilman Becker

Das Buch beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit von Glücksspielen und dem Ausmaß pathologischen Glücksspiels in der Bevölkerung. Die Thematik wird kontrovers diskutiert und betrifft insbesondere das Automatenspiel. Die Gesetzgebung sieht Maßnahmen vor, die auf eine Verringerung der Gefährdung abzielen. Der Autor stellt verschiedene mögliche Maßnahmen vor und bewertet ihre Wirksamkeit.
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7. Identitätskontrollen

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7. Identitätskontrollen

Ein System zur Identitätskontrolle sollte sicherstellen, dass nur volljährige Personen spielen. Zudem sollte es Spielern ermöglichen, sich sperren zu lassen. Identitätskontrollen sind über Einlasskontrollen oder technische Vorrichtungen an Geldspielgeräten möglich. Nach deutscher Rechtsprechung sind Identitätskontrollen unumgänglich, wenn Anbieter eine Sperrdatei bzw. –liste führen. Nur so können Schadensersatzforderungen abgewehrt werden.159 Gleichzeitig sind sie eine wichtige Maßnahme für den Jugendschutz und schränken die soziale Verfügbarkeit ein.

Bei Spielbanken finden Identitätskontrollen über Einlasskontrollen statt. Ein Zugang erfolgt nur, wenn sich ein Spieler mit dem Personalausweis oder einem anderen amtlichen Lichtbildausweis ausgewiesen hat. Gesperrte Spieler erhalten keinen Zutritt. Es erfolgt ein Abgleich mit der spielformen- und anbieter-übergreifenden Sperrdatei.

Gesperrte Spieler dürfen an Sportwetten und Lotterien, die häufiger als zweimal pro Woche veranstaltet werden, nicht teilnehmen. „Die Durchsetzung dieses Verbots ist durch Kontrolle des Ausweises oder eine vergleichbare Identitätskontrolle und Abgleich mit der Sperrdatei zu gewährleisten.“160 Eine Identitätskontrolle muss, um der Zielsetzung des Glücksspielstaatsvertrags zu genügen, in hohem Maß zuverlässig sein. Mittels eines Ausweises, der über kein Lichtbild verfügt, kann eine wirksame Identitätskontrolle nicht durchgeführt werden.161

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