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Die steuerliche Behandlung von Windenergieanlagen

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Karoline Schwarz

Die Autorin untersucht, ob das deutsche Steuerrecht dem Ausbau der Windenergienutzung und damit der Energiewende Rechnung trägt. In Zeiten von Energiewende und der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien ist eine Auseinandersetzung mit der Besteuerung von Windenergieanlagen unerlässlich. Gerade im Offshore-Bereich sind gewichtige Fragen im Hinblick auf das deutsche und internationale Steuerrecht noch ungeklärt. Die Autorin betrachtet in diesem Zusammenhang Einkommen-, Bilanz- und Gewerbesteuer sowie das Umsatzsteuerrecht und das Internationale Steuerrecht. Auch eine mögliche Windradsteuer und spezifische Steuervergünstigungen werden von ihr in Betracht gezogen.
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1. Teil: Einführung

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Wohl kaum ein anderes Thema prägte und prägt die deutsche Umwelt- und notwendigerweise auch die Wirtschaftspolitik so sehr wie die Energiewende. Durch den Ausbau erneuerbarer Energien soll die Emission der Treibhausgase gemindert und eine nachhaltige und effiziente Energieversorgung erreicht werden.1 Mit der Förderung regenerativer Energien einher gehen der Ausstieg aus der Kernenergie, der Verzicht auf fossile Energieträger und der Ausbau der Stromnetze.2

Das Energiekonzept der Bundesregierung aus dem Jahr 2010 sieht vor, den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bis 2020 auf 35%, bis 2030 auf 50%, bis 2040 auf 65% und bis 2050 auf 80% zu steigern.3 Das Energieziel des Umweltbundesamtes strebt für 2040 sogar einen Anteil der erneuerbaren Energien von 85% und für 2050 die 100%ige Deckung des Bruttostromverbrauchs durch erneuerbare Energien an.4 Jüngst haben sich die EU-Mitgliedstaaten auf neue Klimaziele geeinigt: Bis 2030 soll der Anteil der erneuerbaren Energien in der Europäischen Union 27% betragen.5 Die Umsetzung dieser ehrgeizigen Ziele kann nur gelingen, wenn die erneuerbaren Energien in ausreichendem Maße gefördert und ausgebaut werden. 2013 betrug der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch 25,3%.6 Hinsichtlich der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien nimmt die Windkraft in Deutschland den ersten Platz ein. 2014 wurden 33% des Stroms aus erneuerbaren Energieträgern aus die gesamte StromerzeugungWindkraft produziert.7 Auf dem zweiten Platz befindet sich die Biomasse mit 27%, gefolgt von der Stromerzeugung aus Photovoltaik mit 22%. Betrachtet man ← 23 | 24 → die gesamte Stromerzeugung soll die Windkraft bis 2020 mit 104...

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