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Variable Managementvergütung mit Bonusbanken und Obergrenzen

Experimentelle Analyse der Anreizwirkungen

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Henric P. Fründ

Thema des Buches ist die Gestaltung der variablen Managementvergütung, die in Forschung und Praxis große Beachtung findet. In jüngster Zeit stehen dabei vor allem eine langfristigere Ausrichtung der Vergütung und die verstärkte Etablierung von Obergrenzen im Fokus. Henric P. Fründ beschäftigt sich mit den Gestaltungsmöglichkeiten von Bonusbanken als langfristiges Vergütungsinstrument. Dabei analysiert er die Anreizeffekte – insbesondere das Risikoverhalten – und würdigt diese kritisch. Zugleich untersucht der Autor die Wirkung von Obergrenzen der Vergütung auf das Leistungsverhalten in einer Situation, in der gleichzeitig ein unsicherer Faktor vorliegt, der die Vergütung mitbestimmt.
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Variable Vergütungen für Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft festgelegt und unterliegen dabei grundsätzlich der Vertragsfreiheit. Immer wieder gibt es jedoch regulierende Eingriffe, durch welche die Gestaltungsfreiheit des Aufsichtsrats eingeschränkt wird. So sind seit dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) mehrperiodige Bemessungsgrundlagen für variable Vergütungsbestandteile zu nutzen. Diese langfristige Ausrichtung der variablen Vergütung lässt sich u.a. durch so genannte Bonusbanken erreichen. Ein zweiter wichtiger Eingriff ist die Forderung nach Obergrenzen für die Vorstandsvergütung. Das Aktiengesetz sieht zwar nur allgemein vor, dass eine übliche Vergütung nicht ohne besondere Gründe überschritten werden soll, verpflichtet aber den Aufsichtsrat auch, eine Begrenzungsmöglichkeit für außerordentliche Entwicklungen festzulegen. Noch weiter geht der Deutsche Corporate Governance Kodex, der seit 2013 die Festlegung betragsmäßiger Obergrenzen empfiehlt. Eine gesetzliche Regelung zur Begrenzung der Managementvergütung existiert weiterhin im Kreditwesengesetz.

Diese regulatorischen Eingriffe sind der Ausgangspunkt für die Untersuchung von Henric P. Fründ. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die Anreizwirkungen, die von Bonusbanken und Obergrenzen als Gestaltungselementen der Vorstandsvergütung ausgehen, nicht nur theoriegeleitet, sondern auch empirisch zu untersuchen. Zur Überprüfung seiner aus der Theorie abgeleiteten Hypothesen verwendet er zwei experimentelle Untersuchungen, durch die es ihm gelingt, neben rein ökonomischen Aspekten auch psychologische und verhaltenswissenschaftliche Aspekte in die Analyse einzubeziehen. Dabei kann er zum einen zeigen, wie in einer Bonusbank kumulierte positive und negative Beträge die Risikobereitschaft der Vergütungsempfänger beeinflussen. Zum...

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