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Gewalt im Namen Gottes

Die Verantwortung der Religionen für Krieg und Frieden – 16. Ökumenische Sommerakademie Kremsmünster 2014

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Edited By Severin J. Lederhilger

Der Islamische Staat in Syrien und im Irak, die Massaker von Boko Haram in Nigeria – immer neue religiös motivierte Terrorakte rufen weltweite Betroffenheit hervor, auch unter gläubigen Menschen. Weder Bibel noch Koran rechtfertigen einfach jegliche Gewalttat oder Krieg im Namen Gottes, wenn man sich mit Sprache und Sinn dieser Texte kritisch auseinandersetzt. Der Tagungsband der 16. Ökumenischen Sommerakademie Kremsmünster 2014 dokumentiert Vorträge mit unterschiedlichem konfessionellen, religiösen und weltanschaulichen Hintergrund. Sie alle beschäftigen sich mit der Thematik religiös motivierter Gewalt aus der Perspektive der Philosophie, der Praktischen Theologie und Religionspädagogik, der Religions-, Bibel- und Islamwissenschaft. Zu Wort kommen auch Repräsentanten der Friedensarbeit im Militär, in christlichen Vereinigungen und in der kirchlichen Pastoral.
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Legitimation von Gewalt im Islam

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1. Einführung

Seit den Anschlägen des 11. Septembers 2001 hat sich die Forschungstätigkeit verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen über den sogenannten „islamistischen Terrorismus“ erheblich intensiviert. Zwar haben sich die Islamwissenschaft bzw. die entsprechenden area studies im angelsächsischen Raum auch davor mit islamistischen Bewegungen befasst, dennoch führten erst die Ereignisse von 2001 zu einer tieferen sowie mehr und mehr interdisziplinären Beschäftigung mit dem Phänomen religiöser Gewalt im Islam.

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