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Populäre Geschichtsmagazine in internationaler Perspektive

Interdisziplinäre Zugriffe und ausgewählte Fallbeispiele

Susanne Popp, Jutta Schumann, Fabio Crivellari, Michael Wobring and Claudius Springkart

Seit Jahrhundertbeginn boomt der Markt populärer Geschichtsmagazine in Europa und anderen Weltregionen. Ihre Vielfalt und Auflagenhöhe machen sie zu bislang weithin unterschätzten Agenten der öffentlichen Geschichtskultur und des «Histotainments».
Dieser Band widmet sich dem Phänomen aus geschichtsdidaktischer, medienpsychologischer sowie kultur- und kommunikationswissenschaftlicher Perspektive. Darüber hinaus analysieren zehn Länderstudien die Marktbedingungen und die Geschichtspräsentationen auf den Coverseiten von 20 internationalen Magazinen. Von Interesse ist das Buch für Vertreter/-innen der Geschichts-, Politik- und Mediendidaktik, der Kultur- und Kommunikationswissenschaften sowie des (Geschichts-)Journalismus und der Lehrerbildung.
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Fabio Crivellari - Vergangene Nachrichten. Die journalistische Formatierung der Geschichte

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Fabio Crivellari

Vergangene Nachrichten. Die journalistische Formatierung der Geschichte1

1. Einleitung

Der Blick auf die Büchertische in deutschen Buchhandlungen anlässlich des 300. Geburtsjahrs Friedrichs des Großen zeigt eine bunte Vielfalt an Frideriziana in der erwartbaren Mischung aus Kitsch, Kunst und Kompetenz. Viele der feilgebotenen Werke entstammen nicht der Feder akademisch tätiger Historiker, sondern der von Journalisten und Publizisten: Jens Bisky, Tillmann Bendikowski, Frank Pergande oder Ulrich Offenberg – um nur einige zu nennen – verbindet trotz unterschiedlicher Fachprovenienz ein überwiegend journalistischer Zugang zu ihren Gegenständen. Das ist freilich keine allzu originelle Beobachtung,2 auch sagt der Befund nichts über die Qualität der Texte aus. Die Beobachtung leitet vielmehr zu der Frage über, wie die Tatsache, dass Journalismus das öffentliche Bild von Geschichte ganz wesentlich prägt, systematisch beschrieben werden kann bzw. welche Konsequenzen für die dargestellte Geschichte sich daraus ergeben. Der vorliegende Text nähert sich dieser Frage, indem er versucht Form und Inhalt (geschichts-)journalistischer Darstellungen konsequent aufeinander zu beziehen und sie damit gleichzeitig in Bezug zur Geschichtskultur in der Bundesrepublik zu setzen. ← 101 | 102 →

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