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Der apokalyptische Kaiser

Die Wahrnehmung Domitians in der apokalyptischen Literatur des Frühjudentums und Urchristentums

Robert Mucha

Robert Mucha widmet sich der Person des Kaisers Domitian, die neuerdings wieder im Fokus des Forschungsinteresses steht: Nach Aufgabe der These einer domitianischen Christenverfolgung wurden einige urchristliche Texte wesentlich später datiert. Bei Analyse des apokalyptischen Schrifttums stellen sich Spätdatierungen aber als unplausibel heraus. Diese Texte ermöglichen aus der Sicht einer gesellschaftlichen Minderheit einen zusätzlichen Blick auf den Prinzipat Domitians. Vor allem die motivische Verbindung zwischen Domitian und Nero prägte das Bild vom letzten Flavier – bis in unsere Zeit. Aktuelle Fragen der Forschung, etwa nach der Datierung der Johannesapokalypse, oder warum Domitian als Christenverfolger erinnert wurde, obwohl er nie Christen verfolgen ließ, können durch diese zusätzliche Sichtweise erklärt werden.
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Vorwort

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Die vorliegende Arbeit wurde im Sommersemester 2014 von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität in München als Inauguraldissertation angenommen. Da das Manuskript im Frühjahr 2014 zum Abschluss kam, konnte die zwischenzeitlich erschienene einschlägige Literatur zum Thema nur noch in Ausnahmefällen berücksichtigt werden.

Es freut mich sehr, diese Arbeit zum Abschluss eines prägenden Studiums der Theologie in Paderborn, Jerusalem und München öffentlich vorlegen zu können. Die Auslegung urchristlicher Schriften hat mich seit Beginn meiner Studienzeit fasziniert und über die Zeit des intensiven archäologischen, interreligiösen und exegetischen Studiums in Israel hinaus immer mehr in Beschlag genommen. Ich danke an dieser Stelle vor allem meinen exegetischen Lehrern, die dieses Interesse geweckt und wach gehalten haben. Namentlich erwähnt seien unter Ihnen vor allem Prof. Dr. Christoph Gregor Müller und Prof. Dr. Knut Backhaus. Letzterem gilt mein besonderer Dank für seine Begleitung meiner fachlichen Interessen seit meinem Studium in Israel. Von der Diplomarbeit über erste Aufsatzprojekte bis hin zur Betreuung der Dissertation hat er mich und meine Thesen stets mit wohlwollender Kritik und wissenschaftlichem Anspruch begleitet. Ich habe sehr viel von ihm gelernt und bin dankbar, dass ich von 2010 bis 2014 auch sein Assistent an der LMU sein durfte. Ebenso danke ich Herrn Prof. Dr. Gerd Häfner, der das Zweitgutachten zu dieser Arbeit erstellt hat und mir ebenfalls ein wichtiger neutestamentlicher Lehrer wurde.

Es gilt an dieser Stelle auch vielen Menschen zu danken,...

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