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Die Bilanzierung von Alternativen Risikotransferinstrumenten nach HGB und IFRS

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Frank Angermann

Der Autor untersucht die Bilanzierung von Alternativen Risikotransferinstrumenten (Insurance-Linked Securities, Insurance Derivatives, Contingent Capital) nach HGB und IFRS (unter Berücksichtigung des Standardentwurfs für Versicherungsverträge ED/2013/7) und veranschaulicht die Bilanzierungsvorschriften mit Buchungsbeispielen. Er würdigt die Bilanzierungsvorschriften im Hinblick auf ihren Beitrag zu tatsachengetreuen und entscheidungsrelevanten Jahresabschlussinformationen und leitet Handlungsempfehlungen ab. Da Alternative Risikotransferinstrumente sowohl Merkmale von Rückversicherungsverträgen als auch von Finanzinstrumenten aufweisen, ist die Frage der Klassifizierung der Transaktion als Rückversicherung oder Finanzinstrument von entscheidender Bedeutung für die Bilanzierung.
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8 Handlungsempfehlungen

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8.1 Perspektive des risikotransferierenden Versicherungsunternehmens

Der Einsatz von Alternativen Risikotransferinstrumenten hat sich neben traditionellen Rückversicherungslösungen insbesondere zur Absicherung von Low-Frequency-High-Severity-Ereignissen, wie Naturkatastrophenschäden, als risikopolitische Maßnahme etabliert. Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Ereignisse werden für Versicherungsunternehmen für eine Selbsttragung des Risikos oft als zu gravierend erachtet, da ihr Eintritt die Existenz des Unternehmens gefährden könnte. Zudem ist die Absicherung solcher Extremrisiken im Rahmen traditioneller Rückversicherungslösungen oft nur zu prohibitiv hohen Prämien möglich. Der Einsatz Alternativer Risikotransferinstrumente kann dazu beitragen, dass weniger Risikokapital im Unternehmen gehalten werden muss, so dass die Kapitalkosten sinken und das so freigesetzte ökonomische Kapital bspw. der Unterlegung von Neugeschäft dienen kann.816 Der Einsatz von Alternativen Risikotransferinstrumenten kann die unternehmerische Zielsetzung der Unternehmenswertsteigerung unterstützen, sofern er zu einer Reduzierung der Kapitalkosten beiträgt. Dies impliziert, dass die mit dem Einsatz der Risikotransfermaßnahme verbundenen Transaktionskosten – wie bspw. die Kosten für die Verbriefungstransaktion – den positiven Effekt aus der Einsparung der Kapitalkosten nicht übersteigen dürfen. Bei traditionellen Rückversicherungslösungen beeinflussen neben den hohen Prämien für die Absicherung von Extremrisiken und den Kosten für die Minimierung von Informationsasymmetrien im Rahmen der Principal-Agent-Beziehung zwischen Versicherer und Rückversicherer auch die Kosten für die Absicherung des Ausfallrisikos des Rückversicherers die Vorteilhaftigkeit dieser Form des Risikotransfers. Insbesondere wenn diese Kosten sehr hoch sind, kann der Einsatz Alternativer Risikotransferinstrumente vorteilhafter als traditionelle Rückversicherungslösungen sein, da insbesondere beim Einsatz...

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