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KATHARINAfeier

Kritisch-theologisch-feministisch- Eine Nachlese

Series:

Anna Steinpatz, Silvia Arzt and Dominik Elmer

Der vorliegende Sammelband ist eine Zusammenstellung nahezu aller Vorträge, die im Rahmen der KATHARINAfeier an der Katholisch-Theologischen Fakultät Salzburg seit Beginn der Veranstaltung gehalten wurden. Die Vorträge stammen aus unterschiedlichen theologischen und philosophischen Disziplinen, sind jedoch alle verbunden durch einen kritisch-feministischen Ansatz. Zusätzlich zu dieser Zusammenschau enthält das Buch einen Artikel über die Entstehungsgeschichte der KATHARINAfeier sowie über die in den letzten Jahren verstärkte Verbindung mit unterschiedlichen künstlerischen Gestaltungen.
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„Vorurteile – Lernerfolge – Regenbogengottesdienste“ Perspektiven auf Kirche und ihren Umgang mit der Homosexualität

1. Vorstellung

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Mein Name ist Kerstin Söderblom. Ich bin ordinierte Pfarrerin der EKHN. Ich habe fünf Jahre als Gemeindepfarrerin am Stadtrand von Frankfurt gearbeitet. Danach habe ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin an der Universität in FFM geforscht und gelehrt.2 Seit zweieinhalb Jahren bin ich Studienleiterin am Institut für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision (IPOS3). Es ist ein Beratungsinstitut der evangelischen Landeskirche in Hessen und Nassau (EKHN). Dort arbeite ich als Gemeindeberaterin und Organisationsentwicklerin. Ich habe auf dem Gebiet eine zertifizierte Zusatzausbildung, genauso wie im Bereich der Mediation. Ich arbeite deshalb seit einigen Jahren auch als Konfliktberaterin in der Landeskirche. Wichtig für das heutige Thema ist außerdem, dass ich seit meiner Ausbildung zur Pfarrerin gegenüber meiner Landeskirche (der EKHN) gesagt habe, dass ich in einer Beziehung mit einer Frau lebe. Die Kirchenleitung hat das von Anfang an positiv begleitet, hat mir deutlich gemacht, dass ich aufgrund meiner Qualifikation und nicht ← 223 | 224 → aufgrund meiner Lebensform eingestellt werde, und so hat sie es auch gehalten. Ich hatte also viel Glück, zu einer liberalen Landeskirche zu gehören. Aber auch hier war klar, dass sich an der Basis vor Ort zu bewähren hatte, ob ein friedliches Zusammenleben und -arbeiten unter diesen Bedingungen möglich ist.

Als Gemeindepfarrerin war ich im Hinblick auf meine Lebensform von Anfang an offen gegenüber dem Kirchenvorstand und der Gemeinde. Es gab anfangs auch kritische Stimmen zu meiner Wahl, aber eine deutliche Mehrheit war dafür,...

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