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Vor dem Gesetz

«Transitional Justice» in Brasilien und die Problematik der strafrechtlichen Verantwortung für Straftaten der Militärdiktatur

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Lauro Joppert Swensson Jr.

Der Autor befasst sich mit der Transitional Justice-Bewegung in Brasilien – einer Vereinigung, die sich mit der in der Vergangenheit begangenen Staatskriminalität auseinandersetzt. Nach dem Übergang von einem repressiven diktatorischen System zu einer demokratischen politischen Ordnung stellt sich die Frage, wie auf Menschenrechtsverletzungen, die in dem früheren System und in dessen Verantwortung begangen wurden, reagiert werden soll. Im Fall von Brasilien geht es um die strafrechtliche Vergangenheitsaufarbeitung nach dem Zusammenbruch der Diktatur und die zentrale Frage, ob Personen, die für die systemkonformen Menschenrechtsverletzungen seinerzeit verantwortlich waren, in der heutigen Republik strafrechtlich belangt werden können.
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Vorwort

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Die vorliegende Arbeit wurde im Sommersemester 2013 dem Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main als Dissertation vorgelegt. Mein Dank gilt zuerst meinem Doktorvater, Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Ulfrid Neumann. Ihm schulde ich jenseits der Betreuung dieser Arbeit jahrelange intellektuelle und persönliche Anregungen. Herrn Prof. Dr. Klaus Günther möchte ich für die Bereitschaft, das Zweitgutachten zu dieser Dissertation zügig vorzubereiten, ebenfalls herzlich danken. Dem Deutschen Akademischen Austauschdienst danke ich für die finanzielle Unterstützung.

Im April 2013, zu dem Zeitpunkt also, an dem ich die letzten Zeilen dieser Arbeit beende, ist es sieben Jahre her, dass ich Brasilien verlassen habe, um mir in Deutschland einen Traum zu erfüllen. Fast zwei Jahre lang lernte ich die deutsche Sprache in Heidelberg und fünf Jahre habe ich der Forschung als Doktorand in Frankfurt am Main gewidmet. Jemand, der es Ende der 1990er-Jahre wagte aus Dourados, einer Kleinstadt im Bundesland Mato Grosso do Sul, fast an der Grenze zwischen Brasil und Paraguay gelegen, auszuziehen, um an der traditionsreichen juristischen Fakultät des Largo São Francisco in São Paulo zu studieren, hätte nie geträumt, so weit zu kommen. Für mich, der ich voller Pläne war und Abenteuer erleben wollte, bedeutete der Schritt, aus Brasilien fortzuziehen, um in Deutschland zu studieren, das Erleben einer persönliche Epik, ähnlich der, welche von Luís Vaz de Camões über den Seeweg von Vasco da Gama nach Indien...

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