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Ermittlung von Umtauschverhältnissen im Rahmen von grenzüberschreitenden Verschmelzungstatbeständen

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Michael Fritz

Im Rahmen des gesetzlichen Bewertungsanlasses der Verschmelzung zweier (oder mehrerer) Unternehmen sieht das Umwandlungsgesetz die Ermittlung eines Umtauschverhältnisses vor. Dazu ist die Bestimmung von objektivierten Unternehmenswerten erforderlich. Zur Bewertung der beteiligten Unternehmen werden einheitliche Risikomaßstäbe angenommen, die sich aber im Rahmen von grenzüberschreitenden Verschmelzungen schwierig auf ein einheitliches Niveau bringen lassen. Anhand eines beispielhaften Bewertungsmodells zeigt der Autor auf, wie die Herleitung eines angemessenen Umtauschverhältnisses auf der Grundlage von objektivierten Unternehmenswerten auch bei Annahme differenzierter Kapitalkosten dennoch gelingen kann.
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Ermittlung von Umtauschverhältnissen im Rahmen von grenzüberschreitenden Verschmelzungen zwischen Kapitalgesellschaften. Bei einem gesetzlichen Bewertungsanlass der Verschmelzung zweier (oder mehrerer) Unternehmen sieht das Umwandlungsgesetz die Ermittlung eines Umtauschverhältnisses vor, was wiederum die Bestimmung von objektivierten Unternehmenswerten der beteiligten Rechtsträger erfordert. Um ein angemessenes Umtauschverhältnis auf Basis der Relation der objektivierten Unternehmenswerte ableiten zu können, werden zur Bewertung der beteiligten Kapitalgesellschaften einheitliche Risikomaßstäbe vorausgesetzt. Sofern davon ausgegangen werden kann, dass an der in Deutschland ansässigen Kapitalgesellschaft Anteilseigner mit Wohnsitz in Deutschland beteiligt sind und die Anteile der ausländischen Kapitalgesellschaft von Anteilseignern mit Wohnsitz im Ausland gehalten werden, sind im Zuge der Festlegung von Bewertungs- und Risikomaßstäben die Interessen zweier Anteilseignergruppen aus unterschiedlichen Nationen zu berücksichtigen. Bei innerstaatlichen Verschmelzungen kann dagegen auf einen einheitlich typisierten Anteilseigner abgestellt werden.

Vor diesem Hintergrund geht der Verfasser in der vorliegenden Arbeit der Frage nach, unter welchen Bedingungen vergleichbare, objektivierte Unternehmenswerte im Rahmen einer grenzüberschreitenden Verschmelzung zweier Kapitalgesellschaften ermittelt werden können, die der anschließenden Herleitung eines angemessenen Umtauschverhältnisses dienen. Da im grenzüberschreitenden Verschmelzungsfall zwei unterschiedliche Steuerregime zu beachten sind, welche im Regelfall aufgrund ihrer Differenziertheit eine Vergleichbarkeit der Unternehmenserträge nicht gewährleisten, bezieht sich ein Teil der Untersuchung modellgestützt auf die Frage, inwiefern die Berücksichtigung von Steuerbelastungen auf Unternehmensebene (mittelbare Typisierung) sowie auf Anteilseignerebene (unmittelbare Typisierung) im Bewertungskalkül in Frage kommt oder sogar g...

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