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Strafrechtliche Verantwortlichkeit für Produktgefahren

Internationales Symposium vom 18.–20. Juli 2013 an der Philipps-Universität Marburg mit Beiträgen aus China, Deutschland, Japan, Spanien, Taiwan und der Türkei

Georg Freund and Frauke Rostalski

Die strafrechtliche Verantwortlichkeit für Produktgefahren ist ein internationales Problem, von dessen Lösung Wissenschaft und Gesetzgebung weit entfernt sind. Das Buch stellt die Inhalte und Ergebnisse der gleichnamigen Tagung zusammen, die 2013 in Marburg stattfand. Im Rahmen des Symposiums wurden bisherige Lösungsvorschläge zum Umgang des Strafrechts mit Produktgefahren gesichtet und weiterentwickelt. Der Tagungsband fasst die wesentlichen Ergebnisse der Verhandlungen zusammen und wird ergänzt durch Landesreferate zur Rechtslage in China, Deutschland, Japan, Spanien, Taiwan und der Türkei. Den Abschluss bilden Auseinandersetzungen mit spezifischen Problemkreisen in Form von Einzelbeiträgen – etwa zur Gefährdung als Straftat und zur Strafbarkeit juristischer Personen.
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Landesreferat zum Thema des strafrechtlichen Umgangs mit Produktgefahren in Spanien

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Zum Rapsölfall und zum epidemiologischen Kausalitätsnachweis bei massenhaften Vergiftungen*

I.   Einleitung

Vor 25 Jahren, am 20. Mai 1989, hat die Audiencia National eine der wichtigsten Entscheidungen der jüngeren spanischen Rechtsgeschichte verkündet: Das Urteil im sog. Rapsöl- oder Toxisches Syndrom-Fall1, das seitens der Revisionsinstanz vom Tribunal Supremo am 23. Mai 1992 weitestgehend bestätigt wurde, insbesondere im Hinblick auf die Verurteilungen der Hauptverantwortlichen. Bei dieser Entscheidung handelt es sich um den wichtigsten Fall der Produktverantwortlichkeit in der spanischen Geschichte, der eine Jahrzehnte andauernde juristische Debatte entfachte und die Entwicklung der theoretischen Fragen in diesem Bereich maßgeblich prägte; in der spanischen Strafrechtswissenschaft hat er beinahe denselben Stellenwert wie der Contergan- oder der Ledersprayfall für einen deutschen Strafrechtler.2

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