Show Less
Restricted access

Romantische Künstlerfiguren in der Prosa von Peter Härtling

Series:

Maciej Ganczar

Maciej Ganczar beschäftigt sich in seinem Buch mit den romantischen Künstlerfiguren Peter Härtlings, die seiner Meinung nach ihrer Epoche weit voraus sind und deren Gemeinsamkeiten mit denjenigen der Moderne auf einen neuen universalen Künstlertypus schließen lassen. Hierzu gehören Entfremdung, Einsamkeit, Weltfremdheit und Spaltung. Der Härtlingsche Künstler gerät in Sprach-, Existenz- und Ich-Krisen. Darüber hinaus weist Ganczar auch die Gemeinsamkeiten zwischen dem Autor Härtling und seiner jeweiligen Künstlerfigur nach: Beide werden zum Außenseiter, die sich wegen der äußeren sowie inneren Faktoren entweder auf die Wanderschaft begeben oder den Weg nach innen einschlagen.
Show Summary Details
Restricted access

Schlusswort

Extract



In der Arbeit Romantische Künstlerfiguren in der Prosa von Peter Härtling beschäftigte ich mich mit Niembsch oder Der Stillstand. Eine Suite, Hölderlin. Ein Roman, Die dreifache Maria. Eine Geschichte, Waiblingers Augen. Roman, Schubert. Zwölf Moments musicaux und ein Roman, Schumanns Schatten. Variationen über mehrere Personen. Roman, Hoffmann oder Die vielfältige Liebe. Eine Romanze.

Das erste Problem, das vor Peter Härtling stand, war die Form, in der die Darstellung einer Biographie bestmöglich wäre. Die Herausforderung ist so gewichtig, dass sie im Roman selbst vom Erzähler thematisiert wird, indem er die Fragen aufwirft, ob es nicht besser wäre, ein Szenario oder ein Theaterstück zu schreiben. Nach all solchen Erwägungen und Bemerkungen kehrt jedoch der Erzähler immer wieder zur Form zurück, die er gewählt hat, womit er die Richtigkeit der Wahl der Form betont. Er scheint seiner Wahl sicher zu sein. Auf den Umschlägen wird die Form von dem Autor zusätzlich markiert, indem er da Eine Suite, Eine Geschichte, Eine Romanze oder Ein Roman drucken lässt. Die Prosaform scheint für Härtling und seinen Erzähler die entsprechende.

Da es sich um die Biographie eines Künstlers handelt, kommt ein zusätzliches Problem, vielleicht auch ein bedeutsameres hinzu. Der Erzähler wurde vor ein Problem gestellt, wie man das Faktische mit dem Fiktionalen verbinden kann. Der Ausgang zum Schreiben eines Romans macht – so der Autor, aber auch...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.