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Eugen Oker

Einer der bekannteren Unbekannten der bayerischen Literatur

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Barbara Neueder

Barbara Neueder stellt Leben und Werk des bayerischen Schriftstellers Eugen Oker (1919–2006) vor und erschließt seinen umfangreichen Nachlass. Der Autor präsentierte sich als vielfältiger Künstler, Humorist, Spielekolumnist und -erfinder, als habituell komischer Erzähler, Dramatiker und Lyriker. Er hat alle Rollen des literarischen Feldes für sich besetzt: als Autor und Kritiker, Verleger des Kuckuck & Straps-Verlages und in seinen Beziehungen zu Schriftstellerfreunden (Heuser, Amery, Richter, Henscheid). So lassen sich Struktur und lokale Eigenarten des Münchner literarischen Lebens ab 1971 rekonstruieren. Darüber hinaus belegt das Buch die Tragfähigkeit der literatursoziologischen Begrifflichkeiten Pierre Bourdieus.
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III. Schlussbemerkung: Eugen Okers Gesamtkunstwerk

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III. Schlussbemerkung: Eugen Okers Gesamtkunstwerk

Das literarische Nachleben, also die posthume Beschäftigung mit dem Schriftsteller Eugen Oker, erweist sich als überschaubar, findet jedoch kontinuierlich statt. Die Rezeptionsgeschichte des okerschen Werks endet nicht mit seinem Tod.

Neben den vier im lichtung verlag neuaufgelegten Büchern, Zahlbar (2006), Bloß der König (2009), Fahnenträger (2010) und Der Kuckuck von Timbuktu (2012) werden einige Textbeiträge Okers in Anthologien und anderen Buchprojekten veröffentlicht. Hierunter fällt beispielsweise der Abdruck von Gedichten 2007 und 2012 in Kochbüchern,1731 die Aufnahme von okerschem Textgut in Anthologien wie dem 2011 erschienenen Sammelwerk Große Bühne Chiemgau1732 oder die Realisierung der Neuauflage von PARODI im Olms Verlag 2012.1733

Entscheidend hierbei ist, dass sich die posthumen Publikationsmöglichkeiten vorwiegend aus altem sozialem Kapital, aus interpersonellen Beziehungen, ergeben. So wird Oker dem Volkverlag, in dem eben erwähnte Anthologie herausgegeben wird, durch den Nymphenburger Verlag empfohlen. Der Kontakt wird folglich durch Okers ehemaligen Verlag initiiert.1734 Weitere Veröffentlichungen in Sammelschriften folgen.1735

Lesungen aus Werken Okers werden realisiert, so zum Beispiel 2006,1736 20071737 und 2010.1738 Zudem werden aufgezeichnete Auszüge aus Lesungen ← 337 | 338 → Okers erneut gesendet.1739 Texte Okers werden darüber hinaus für Ausstellungen angefragt, beispielsweise Die Kunst des Knödelmachens.1740 Gedichte des Autors sind Bestandteil des Oberpfälzer Freilandmuseums.1741 Der Autor Eugen Oker wird als fester Bestandteil in die Dauerausstellung Berühmte Oberpfälzer des Regierungsbezirks Oberpfalz aufgenommen.1742 Literarische Veranstaltungen wie die Ausstellung...

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