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Drachen und Rad

Gesammelte Beiträge zur mährischen Geschichte

Hellmuth Kiowsky

Drachen und Rad, das Wahrzeichen von Brünn, stehen hier stellvertretend für Mährens reiche Geschichte, die in diesem Buch ebenso belehrend wie unterhaltend dem Leser nahe gebracht wird. Die einzelnen Kapitel sind lose angereiht und bilden so eine bunte Palette an Informationen, die nicht nur geschichtlich fundiert ist, sondern auch zum Schmunzeln wie zur Besinnlichkeit anregen will. Angesichts der Tatsache, dass es nur noch wenige Zeitzeugen einer deutschen Vergangenheit in Brünn und Mähren gibt, dient das Buch auch der Erinnerung an lange vergangene Zeiten.
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Liedgut aus Böhmen - Mähren im „Gotteslob“

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Das Hohenfurter Liederbuch, ein aus dem Beginn des 13. Jahrhunderts (1410) stammendes, 130 Papierblätter umfassendes und in Kurrentschrift geschriebenes Buch, war die ganzen Jahrhunderte hindurch bis zum Jahr 1938 wohlgehütete Kostbarkeit der Handschriftensammlung der alten Abtei. Der aus Krummau gebürtige geistliche Magister, Christoph Schweher Hecyrus, von 1581 bis 1593 Stadtpfarrer in Budweis, gab 1581 in Prag ein Gesangbuch mit größtenteils selbstgedichteten Liedern heraus.

Die Sammlung umfasst in der ersten Auflage 250 Lieder und in der dritten Auflage 347 Texte mit 246 Melodien. Ein Auszug aus dem Gesangbuch wurde 1776 für die Erzdiözese Bamberg Diözesengesangbuch, das erste offizielle dieser Art.

Unter Johann Leisentritts Werken (geb. 1527 in Olmütz) ragt das 1567 erschienene Gesangbuch „Geistliche Lieder und Psalmen der Alten Apostolischer recht und wahrgläubiger Christlicher Kirchen“ hervor. Dieses größte und wohlausgestattete Gesangbuch war in ganz Deutschland verbreitet. Es enthält 181 Melodien, darunter viele aus protestantischen Quellen und etwa 70 neue, von Leisentritt selbst geschriebenen.

Er war 1559 Dekan des Kollegiatsstifts St. Peter zu Bautzen. Leisentritt stammte aus einer Handwerkerfamilie, studierte in Krakau katholische Theologie. Sein Versuch der Einführung der Muttersprache bei der Sakramentenspendung und der heiligen Messe scheiterte an den gegensätzlichen Bestimmungen des Trientiner Konzils.

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