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Drachen und Rad

Gesammelte Beiträge zur mährischen Geschichte

Hellmuth Kiowsky

Drachen und Rad, das Wahrzeichen von Brünn, stehen hier stellvertretend für Mährens reiche Geschichte, die in diesem Buch ebenso belehrend wie unterhaltend dem Leser nahe gebracht wird. Die einzelnen Kapitel sind lose angereiht und bilden so eine bunte Palette an Informationen, die nicht nur geschichtlich fundiert ist, sondern auch zum Schmunzeln wie zur Besinnlichkeit anregen will. Angesichts der Tatsache, dass es nur noch wenige Zeitzeugen einer deutschen Vergangenheit in Brünn und Mähren gibt, dient das Buch auch der Erinnerung an lange vergangene Zeiten.
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Zur Geschichte der Brünner Wirtshäuser

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In alten Urkunden und Handschriften steht zu lesen, dass die Einwohner Brünns schon vor Jahrhunderten fröhliche und tüchtige Zecher waren. Das älteste bekannte Wirtshaus, der Gasthof „Zum blauen Löwen“ bestand bereits vor dem Jahre 1250 und trug damals seinem Eigentümer, dem Brünner Syndikus oder Stadtschreiber, ein nettes Sümmchen ein, lag es doch an einer der Hauptverkehrsadern und beherbergte täglich zahlreiche durstige Wanderer und Fuhrleute. Wie alte Akten erzählen, huldigte man in der Kneipe, die schon im 16. Jahrhundert den bezeichneten Namen „Zum letzten Heller“ führte, in recht ungebührlicher Weise dem Trunke.

Zwischen den Studenten der Dominikaner, die in dem geräumigen Lusthause im Hofe beim „Weißen Rössel“, auf der Großen Neugasse ihr Quartier aufgeschlagen hatten und den Studenten der Sozietät Jesu, die in dem Bierhause der Jesuiten „Tomerl Wirtshaus“, ebenfalls auf der Neugasse ihre Trinkgelage abzuhalten pflegten, kam es im Juli 1679 zu einem blutigen Zusammenstoß, der langwierige Untersuchungen im Gefolge hatte.

Auf der Neustift (Alt-Brünn), die zur Liechtensteinschen Herrschaft Posoritz gehörte, wurde der Wein-und Bierausschank von den Untertanen der Herrschaft ausgeübt. 1729 noch sträubte man sich auf der fürstlichen Gasse Neustift ein ständiges Wirtshaus zu dulden, da dies den Privilegien der Stadt Brünn zuwiderlief.

Im Jahre 1740 gab es in Brünn wohl genug Gasthäuser, aber das Bier, besonders das Stadtbier, war sehr schlecht, so dass die Statt-halterei...

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