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Sicherheitsforschung im Dialog

Beiträge aus dem Forschungsforum Öffentliche Sicherheit

Edited By Saskia Steiger, Lars Gerhold and Jochen Schiller

Das Buch ist eine Einführung in das interdisziplinäre Thema der Sicherheitsforschung und eine Aufforderung zu einem kritischen Dialog über eine neue Sicherheitskultur in unserer Gesellschaft. Expertinnen und Experten stellen in diesem Sammelband das Themenspektrum der Öffentlichen Sicherheit vom technisch Möglichen bis hin zum gesellschaftlich Akzeptierten dar und diskutieren aus naturwissenschaftlich-technischer als auch geistes- und sozialwissenschaftlicher Perspektive. Die Publikation ist hervorgegangen aus einer Ringvorlesung mit dem Titel Wie sicher wollen wir leben? Sicherheitsforsc hung im Dialog, die im Wintersemester 2013/14 im Rahmen des Offenen Hörsaals an der Freien Universität Berlin durchgeführt wurde. Ziel der Vorlesung war es, den durch das Forschungsforum Öffentliche Sicherheit initiierten und fachlich ausdifferenzierten Diskurs um Sicherheit in die interessierte Öffentlichkeit zu tragen und einen Beitrag zum Wissenstransfer zu leisten.
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Zum Schluss kommt das THW mit Schippe und Besen

Beispiele von Katastrophen

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Was macht das Technische Hilfswerk (THW) eigentlich in Deutschland oder im Ausland? Was interessiert das THW an der Forschung? Schippe und Besen, das klingt ein bisschen bieder, aber Katastrophenschutz funktioniert dann am besten, wenn man mit den einfachsten Methoden arbeitet. Hightech ist manchmal gut, weil das der Stand der Technik ist und weil junge Menschen damit gut umgehen können. Aber leider besinnen wir uns manchmal zu wenig darauf, wie einfach alles früher war. Da hatte man bloß eine Schubkarre, auch Dreiseitenkipper genannt, Spitzhacken und Schippen. Und damit hat man beim THW angefangen zu arbeiten. Das würde heute nicht mehr ausreichen.

Es war vor der Zeit der Gründung des THW, nämlich vor rund 15 Millionen Jahren, da ereignete sich der Meteoriteneinschlag im heutigen Nördlinger Ries, durch den das Steinheimer Becken entstanden ist. Man vermutet, dass sich ein relativ kleiner Meteorit beim Eintritt in die Erdatmosphäre geteilt hat. Dieser Einschlag ist in den letzten Jahren noch einmal näher untersucht worden. Man weiß heute einiges mehr darüber, was sich damals abgespielt hat: Im näheren Umfeld gab es einen Temperaturanstieg von 10.000 Grad Celsius. Gesteinsbrocken in VW-Bus-Größe sind bis zu 500 Kilometer weit geflogen. Der Meteoriteneinschlag im Nördlinger Ries war also ein sehr heftiges Ereignis, was man heute immer noch gut erkennen kann.

Manch einer sagt: „Was interessieren mich Meteoriten, Meteore oder Kometen?“ Aber immerhin, der Meteoriteneinschlag in Russland im Februar 2013 – der eigentlich kein Einschlag...

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