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Ulrich Holbein

Sein Werk zwischen Avantgarde und Archivierung

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Nikolas Buck

Das Buch befasst sich mit Ulrich Holbeins äußerst facettenreichem Werk, das neben genuin literarischen Texten auch Essays, zahlreiche Feuilletonbeiträge und Hörspiele beinhaltet. Kennzeichnend für das Œuvre ist die Anwendung avantgardistischer Verfahren bei gleichzeitiger kontinuierlicher Auseinandersetzung mit der literarischen und philosophischen Tradition. Der Band schließt an die allmählich einsetzende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Werk des Autors an. Er versammelt sowohl Einzelanalysen seiner bedeutendsten Texte als auch Beiträge zu übergreifenden Fragestellungen wie etwa der ihm eigenen Form der Autorinszenierung oder seiner Publikationspraxis. Ein Verzeichnis sämtlicher Publikationen sowie eine literarische Collage von Selbstzeugnissen des Autors runden das Buch ab.
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„Alte, aneinander geknotete, aber auch ineinander verfitzte Zwirnstücke“ – Ulrich Holbeins chimäre Poetik in Samthase und Odradek

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← 30 | 31 → Jill Thielsen

Critics always enhance Ulrich Holbein’s unconventional way of book publication by combining heterogeneous texts which have been already published in other contexts with the apparent impact that the books can’t be read as a unified whole. The paper tries to work out how and on which text levels Samthase und Odradek is cohered and in reference to the text’s self-referential and metareflexive aspects it traces a poetological concept which is constitutive for Holbein’s work.

Rezensenten der Werke Ulrich Holbeins betonen stets die eigenwillige Publikationspraxis des Autors, die dazu führe, dass die Buchveröffentlichungen als Texte wahrgenommen werden, die aufgrund ihrer Heterogenität inhaltlich in ihre Einzelteile auseinanderzufallen drohen und trotzdem ein Ganzes ergeben. Holbein kombiniere und komponiere seine eigenen Texte, die vor der Veröffentlichung als Buch häufig bereits als Zeitschriftenbeiträge oder Zeitungskolumnen publiziert wurden, zu „neuen Mustern“,1 die, wie es in Bezug auf Samthase und Odradek heißt, „Quodlibet[s]“2 ergeben. Der folgende Beitrag fragt, inwiefern und auf welchen Textebenen Holbeins Samthase und Odradek zusammengehalten wird, und versucht daraus resultierend, ein poetologisches Konzept des Autors herauszuarbeiten. Dabei rücken die selbstreferentiellen und metareflexiven Aspekte des Textes in den Vordergrund, die zusammen mit den spezifischen Eigenschaften der literarischen Figur Odradek und des Süßwasserpolypen Hydra vulgaris ein für Holbeins Werk konstitutives Gestaltungsprinzip beschreiben.

Die Erstausgabe von Samthase und Odradek erschien 1990 in der Reihe Neue Folge der edition suhrkamp des Suhrkamp Verlags. Ein Jahr...

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