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Ulrich Holbein

Sein Werk zwischen Avantgarde und Archivierung

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Nikolas Buck

Das Buch befasst sich mit Ulrich Holbeins äußerst facettenreichem Werk, das neben genuin literarischen Texten auch Essays, zahlreiche Feuilletonbeiträge und Hörspiele beinhaltet. Kennzeichnend für das Œuvre ist die Anwendung avantgardistischer Verfahren bei gleichzeitiger kontinuierlicher Auseinandersetzung mit der literarischen und philosophischen Tradition. Der Band schließt an die allmählich einsetzende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Werk des Autors an. Er versammelt sowohl Einzelanalysen seiner bedeutendsten Texte als auch Beiträge zu übergreifenden Fragestellungen wie etwa der ihm eigenen Form der Autorinszenierung oder seiner Publikationspraxis. Ein Verzeichnis sämtlicher Publikationen sowie eine literarische Collage von Selbstzeugnissen des Autors runden das Buch ab.
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Holbeins Isis entschleiert als nicht mehr postmoderner Roman

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← 44 | 45 → Maike Schmidt

The present paper discusses key features of Holbein’s Isis entschleiert with regard to the question of whether the novel still belongs to postmodern claims or is going already beyond. With recourse to the definition of metamodernism of Timotheus Vermeulen and Robbin van den Akker it is shown that the novel oscillates between modern and postmodern characteristics and thus surpasses the postmodern aesthetic.

Isis entschleiert ist in der Literaturkritik als eine „Parodie wissenschaftlicher Arbeiten“1, „Bildungsroman“2 oder „Mosaikroman“3 wahrgenommen worden, aber unabhängig von den unterschiedlichen Kategorisierungsversuchen immer als ein Text, der „unter den Bedingungen der Postmoderne zustande gekommen“4 bzw. als „postmodern-alexandrinisches Verwirrspiel“5 arrangiert ist. Ziel des vorliegenden Beitrags ist, die Einordnung von Isis entschleiert in den Kontext der Postmoderne zu hinterfragen. Es wird die These vertreten, dass der Roman auf den ersten Blick mit postmodernen Ästhetisierungsstrategien arbeitet, die jedoch bei genauerer Analyse eine Verschiebung in ihrer Funktionalität erfahren, so dass eine Zuordnung in die Postmoderne dem Werk nicht gerecht zu werden scheint.

Um diese These prüfen zu können, sollen zunächst die wesentlichen ästhetischen Strategien des Romans sowie ihre Funktionalität aufgedeckt werden. Dabei handelt es sich zum einen um die Intertextualität und den Aspekt der Montage bzw. Collage, zum anderen um den Aspekt der Selbstreferentialität, der in das ← 45 | 46 → ästhetische Verfahren der Autorfiktion mündet. Die Ergebnisse der Teilanalysen sollen abschließend zusammengeführt werden, um die Einordnung von...

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