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Die soziale Herkunft der dänischen Studenten

Theodor Geiger Gesamtausgabe- Abteilung IV: Soziale Schichtung und Mobilität- Band 4

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Klaus Rodax

«Die vorliegende Untersuchung möchte Genaueres über die Abstammung der akademischen Jugend ermitteln. Die leitenden Fragestellungen waren: 1) Um wieviel lebhafter und bunter stellt sich die Umrekrutierung des Akademikerstandes dar, wenn man die jungen Akademiker nicht, wie üblich, nur auf ihre direkte väterliche, sondern auf ihre indirekte grossväterliche Abstammung hin untersucht? 2) Welche Zwischenglieder (Väter) stehen typischerweise zwischen Grossvätern in den verschiedenen Sozialschichten und deren studierenden Enkelkindern?» (Theodor Geiger)
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III. Technik und Methode der Untersuchung

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Es hat mir lange am Herzen gelegen, eine Untersuchung mit dem im vorigen Kapitel beschriebenen Ziel durchzuführen. Der Gedanke wurde erneut aktuell in Verbindung mit anderen Untersuchungen zur sozialen Fluktuation, die zur Zeit am Institut für Gesellschaftsforschung der Universität Aarhus durchgeführt werden. Der ursprüngliche Plan zielte darauf ab, den Studenten der Universität Aarhus einen dem Zweck entsprechenden Fragebogen vorzulegen, da man hier über die erforderlichen örtlichen Kontakte verfügte. Der Rektor der Universität sah indes nicht so gerne seine Studenten soziologischer Neugier ausgesetzt, wenn nicht wenigstens die Universität Kopenhagen mitmachen würde. Damit geriet das gesamte Projekt sofort auf eine ganz andere Ebene. Wenn man versuchte, die Universität der Hauptstadt für das Unternehmen zu gewinnen, warum dann nicht den Schritt ganz vollziehen und sich an die Studierenden an allen akademischen Lehranstalten des Landes wenden, nämlich die beiden Universitäten, die Polytechnische Lehranstalt, die Tierärztliche Hochschule und Landwirtschaftliche Hochschule, die Pharmazeutische Lehranstalt, die Zahnärztliche Hochschule, die Baufachliche Schule der Kunstakademie und die Handelshochschule? Eine Untersuchung auf so breiter Basis hätte außerdem die Vorteile, daß man 1) eine weit größere Grundgesamtheit bekäme, mit der man arbeiten konnte, und was, statistisch gesehen, ein großer Gewinn sein müßte, 2) durch Differenzierung und Vergleich die typischen Abweichungen herausarbeiten könnte, die zwischen der Klientel der einzelnen Lehranstalten und Studienrichtungen bestehen müßten. Die vorläufige Vermutung über das Vorhandensein solcher Unterschiede wurde dann auch bestätigt....

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