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Memoria – Postmemoria

Die argentinische Militärdiktatur (1976–1983) im Kontext der Erinnerungskultur

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Edited By Patrick Eser and Jan-Henrik Witthaus

Der Band thematisiert die konfliktbeladenen Entwicklungen in der argentinischen Erinnerungskultur und vergangenheitspolitische Debatten über die letzte Militärdiktatur (1976–1983). Er enthält disziplinenübergreifende Beiträge aus Deutschland und Argentinien.
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Christian von Tschilschke - Die Erinnerung an die Militärdiktatur im argentinischen Mainstream-Kino (1986–2010)

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Christian von Tschilschke

Die Erinnerung an die Militärdiktatur im argentinischen Mainstream-Kino (1986–2010)

1. Die erinnerungskulturelle Relevanz des Mainstream-Kinos

Im Rahmen der Erinnerung an die traumatischen historischen Ereignisse des zwanzigsten Jahrhunderts hat sich der Film längst zum ‚Gedächtnismedium‘ schlechthin und zum „Leitmedium der Erinnerungskultur“ (Erll/Wodianka 2008: 1)1 entwickelt, denn es sind ja vor allem die audiovisuellen Medien, die das Bild der Vergangenheit bei den meisten Menschen spätestens seit Beginn der 1980er Jahre prägen.2 Das ist natürlich in Bezug auf die Zeit der letzten argentinischen Militärdiktatur (1976–1983) nicht anders, und zwar sowohl was die argentinische Binnensicht auf die eigene jüngere Vergangenheit betrifft als auch – in einem mit dem Abstand zum lokalen kulturellen Kontext wachsenden Maß – den Blick aus dem Ausland, zum Beispiel aus Europa oder den USA. Es kann deshalb nicht überraschen, dass die Erinnerung an die Militärdiktatur seit nunmehr fast dreißig Jahren ein zentrales, zeitweise zwar auch verdrängtes, aber immer wiederkehrendes Thema in der Geschichte des neueren argentinischen Kinos ist.3

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