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Zum ewigen Frieden: Die Theorie des Völkerrechts bei Kant und Rawls

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Chun Yip Lowe

Chun-yip Lowe beschäftigt sich in seinem Buch mit dem Völkerrechtsbegriff bei Kant und Rawls. Er zeigt, dass ein im Sinne der kantischen Moralphilosophie und politischen Philosophie vernünftig Handelnder auch den Forderungen von Öffentlichkeit und Recht genügen kann. Der Autor widmet sich den grundsätzlichen Bedingungen des Völkerrechts, welche die Theorie des Gesellschaftsvertrags sowie der Öffentlichkeit betreffen. Außerdem befasst er sich mit der Anwendung dieser Bedingungen auf die kantische Trichotomie: das Staatsbürgerrecht, das Völkerrecht und das Weltbürgerrecht. Chun-yip Lowe zeigt anhand dieser Trichotomie, dass die kantische Moral- und politische Philosophie eine mögliche Grundlage für die Lösung internationaler Probleme bildet.
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Zusammenfassung

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Die vorliegende Arbeit versucht, die Theorie des Völkerrechts bei Kant und Rawls vergleichend darzustellen. Die Theorien der beiden Philosophen zielen auf die Etablierung des ewigen Friedens, d. i. eines gesetzlichen Zustands zwischen den Staaten und Völkern. Nach der Französischen Revolution entwickelt Kant seine Idee des ewigen Friedens, um eine ideale Form internationaler Politik zu entwerfen. Am Beispiel seiner Theorie des Völkerrechts könne wir heute erkennen, dass Kant die Weitsicht besitzt, zukünftige Entwicklungen und daraus resultierende politische Probleme zu antizipieren und Lösungsvorschläge zu unterbreiten. In Anlehnung an den kantischen Geist stellt Rawls in The Law of Peoples seine Theorie des Völkerrechts auf, um die Probleme in der zeitgenössischen internationalen Politik anzusprechen.

Die Idee des ewigen Friedens kann, wie es Kant in der Metaphysik der Sitten deutlich erklärt, als eine unausführbare Idee ausgelegt werden, weil sie in der empirischen Welt nicht ausreichend etabliert werden kann. Allerdings kann sie uns als eine regulative Idee die Richtung in eine bessere Zukunft weisen. Sie zeigt uns auch Maßnahmen zur gesunden Entwicklung auf, welche in Übereinstimmung mit den drei öffentlichen Rechten, dem Staatsbürger-, Völker-, und Weltbürgerrecht, stehen, welche die drei verschiedenen Reichweiten der Intersubjektivität darstellen. Die Hauptaufgabe der öffentlichen Rechte besteht im Schutz der Grundfreiheit und -gleichheit zwischen vernünftig Handelnden. Wir können daher schließen, dass sowohl Kant wie auch Rawls durch ihre Völkerrechtstheorien den Versuch unternehmen aufzuzeigen, wie ein vernünftig...

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