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Johann Prokop Schaffgotsch

Das Leben eines böhmischen Prälaten in der Zeit des Josephinismus

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Rudolf Svoboda

Der erste Bischof von Budweis, Johann Prokop Schaffgotsch (1748-1813), ist zweifellos eine große Gestalt der Geschichte Südböhmens. Ziel dieses Werkes ist es, dem Leser eine tiefergehende und systematischere Darstellung von Schaffgotschs Leben, vor allem der Zeit seines Episkopats, vorzulegen. Die Studie erfasst auch die Dynamik des Wirkens dieses Mannes als Geistlicher im kirchenpolitischen System des Josephinismus und stellt seine religiösen bzw. religionsphilosophischen Ansichten dar. Sie umreißt außerdem seinen geistlichen Horizont und geht auf wichtige Ereignisse aus dem ersten Vierteljahrhundert des Bestehens der Diözese Budweis ein, die mit der Tätigkeit dieses Bischofs verbunden sind.
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VII. Schaffgotschs Tätigkeit im Lichte des Verzeichnisses und des Diariums der bischöflichen Arbeiten aus den Jahren 1786–1813

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VII.1 Beschreibung der Quellen und ihrer bisherigen Nutzung

Verschiedene Amtshandlungen, die Schaffgotsch im Laufe seines Episkopats vollzog, werden in zwei wichtigen Dokumenten beschrieben.

Das eine von ihnen ist das sogenannte Verzeichnis der bischöflichen Arbeiten – Matrica seu liber functionum episcopalium.775 Es handelt sich um eine bisher in relativ bescheidenem Umfang genutzte Quelle, auf die sich zuletzt Franz Mardetschläger in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stützte. In diesem Buch sind die einzelnen Arbeitsbereiche des Bischofs für die Zeit seines Episkopats, genauer für die Jahre 1786–1813, thematisch aufgegliedert. Dank der genauen chronologischen und numerischen Aufzählungen kann man sich ein genaues Bild davon machen, wann und wie oft Bischof Schaffgotsch welche Amtshandlungen ausgeführt hat. Dieser Quelle entnahm z. B. Franz Mardetschläger die genaue Anzahl der Firmlinge, geweihten Priester u. Ä.776 Diese Informationen übernahm dann in geraffter Form Jaroslav Kadlec.777

Auch das andere Dokument ist dem Interesse der Forscher bislang nahezu vollständig entgangen, außer – wiederum – Franz Mardetschläger, der es einmal kurz erwähnt. Es handelt sich um die Kladde zum Verzeichnis der Bischöflichen Arbeiten bzw. das Maculare diarii et functionum episcopalium778 aus den Jahren 1789 bis 1799, das vom bischöflichen Zeremoniar und später von seinem Sekretär Franz Xaver Dittrich geführt wurde. Dittrich übernahm dieses Amt als Neupriester und versah es bis zu seinem Weggang in die Erzdiözese Olmütz (Olomouc).779 In den Jahren ← 213 | 214 → 1789...

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